Im Majuro-Atoll der Marshallinseln wurde am 20. August 2026 ein Dengue-Ausbruch ausgerufen. Bis dahin waren acht Fälle bestätigt, nachdem 23 Personen getestet worden waren. Dengue wird durch infizierte Aedes-Mücken übertragen. Typische Symptome sind plötzliches Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie Bauchbeschwerden. In schweren Fällen können Dengue-Hämorrhagisches Fieber und Dengue-Schocksyndrom auftreten. Der Serotyp ist noch nicht bekannt.
Erreger: Denguevirus (DENV), Serotyp noch ausstehend.
Übertragung: Über den Stich infizierter Aedes-Mücken. In Majuro wurden offene Wasseransammlungen, unzureichend verschlossene Wasserspeicher und ein Müllplatz als mögliche Brutstätten identifiziert.
Symptome: Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen sowie Bauchschmerzen.
Komplikationen: Schwere Verläufe können zu Blutungen, Kreislaufversagen und Schock führen. Besonders gefährdet sind Säuglinge, ältere Menschen, Schwangere und Personen mit Vorerkrankungen.
Therapie: Eine spezifische antivirale Therapie steht nicht zur Verfügung. Die Behandlung erfolgt unterstützend, insbesondere durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr und medizinische Überwachung. Es steht aber ein wirksamer Impfstoff zur Präexpositionellen Prävention schwerer Verläufe zu verhindern.
Bewertung der Situation
Der Ausbruch ist wegen der geringen Grundimmunität der Bevölkerung relevant. Die Fälle in mehreren Stadtteilen sprechen für eine bereits räumlich verteilte Übertragung. Für Reisende besteht vor allem ein Mückenstichrisiko.
Empfehlungen
Reisende sollten konsequent Repellents, lange Kleidung und möglichst klimatisierte bzw. mückengeschützte Unterkünfte nutzen. Unternehmen sollten Beschäftigte vor der Reise über Mückenschutz informieren.
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