Bis zum 17.09.2026 wurden in Costa Rica 367 Chikungunya-Fälle im Jahr 2026 gemeldet. In Pavas in der Provinz San José wurde ein lokaler Ausbruch bestätigt. Von 22 untersuchten Personen waren zwölf Fälle bestätigt und drei weitere wahrscheinlich. Gleichzeitig besteht ein weiterer Ausbruch in Playa Langosta in der Provinz Guanacaste. Todesfälle wurden bislang nicht gemeldet.
Erreger: Chikungunya-Virus (CHIKV).
Übertragung: Vor allem durch Stiche infizierter Aedes aegypti– und Aedes albopictus-Mücken; eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt.
Symptome: Plötzliches Fieber, starke Gelenkschmerzen, Muskel- und Kopfschmerzen sowie Hautausschlag.
Komplikationen: Anhaltende Gelenkschmerzen über Monate sind möglich; schwere Verläufe treten insbesondere bei älteren Menschen, Neugeborenen und Personen mit Vorerkrankungen auf.
Therapie: Symptomatisch und unterstützend; eine spezifische Therapie ist nicht möglich. Ein wirksamer Impfstoff steht jedoch präventiv zur Verfügung.
Bewertung der Situation
Die bestätigte autochthone Übertragung in Pavas zeigt, dass sich das Virus inzwischen lokal über Mücken weiterverbreitet. Neben San José besteht ein weiterer Ausbruch in Guanacaste. Fälle wurden zudem aus mehreren weiteren Provinzen gemeldet. Die Zahl von 367 Fällen im Jahr 2026 liegt deutlich über den acht gemeldeten Fällen des gesamten Jahres 2025. Die Gesundheitsbehörden verstärken deshalb die Suche und Beseitigung von Brutstätten sowie die Vektorkontrolle.
Empfehlungen
Reisende: Vor Reiseantritt eine reisemedizinische Beratung in Anspruch nehmen. Konsequenter Mückenschutz durch Repellents, lange Kleidung und möglichst mückengeschützte Unterkünfte ist wichtig. Bei Symptomen nach einem Aufenthalt in einem Ausbruchsgebiet sollte frühzeitig medizinische Hilfe gesucht werden. Ab zwölf Jahren sollte eine Impfung erwogen werden.
Unternehmen: Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen. Beschäftigte über das aktuelle Chikungunya-Risiko und wirksamen Mückenschutz informieren. Bei Mitarbeitenden mit Fieber und Gelenkschmerzen nach Aufenthalt in betroffenen Regionen sollte eine zeitnahe medizinische Abklärung ermöglicht werden.
Quelle
Costa Rica Ministry of Health | US Embassy in Costa Rica / CDC
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