Situationsbeschreibung

Burundi erlebt seit Ende 2023 eine anhaltende Cholera-Epidemie. Im Jahr 2025 wurden bereits über 2.000 Fälle und mindestens 13 Todesfälle gemeldet. Schwerpunkte sind der Nordwesten, Bujumbura sowie Flüchtlingslager.

Erreger: Das Bakterium Vibrio cholerae (Serogruppen O1/O139).

Übertragung: Fäkal-oral durch verunreinigtes Wasser oder kontaminierte Lebensmittel.

Symptome: Plötzlicher, extremer wässriger Durchfall („Reiswasserstuhl“), Erbrechen und rapide Austrocknung.

Komplikationen: Schwerer hypovolämischer Schock, Organversagen; unbehandelt innerhalb weniger Stunden tödlich.

Therapie: Sofortige Rehydration (oral oder intravenös); bei schweren Fällen Antibiotika (z. B. Tetrazykline).

Bewertung der Situation

Die Lage für die einheimische Bevölkerung und Geflüchtete ist aufgrund mangelnder sanitärer Infrastruktur kritisch. Für Reisende besteht bei Einhaltung von Hygienestandards ein geringes Risiko. Auswirkungen auf Deutschland sind nicht zu erwarten. Unternehmen vor Ort müssen mit Ausfällen durch erkranktes Personal rechnen und die lokale Wasserversorgung streng überwachen.

Empfehlungen

Reisende: Nur sicheres Wasser trinken. Speisen strikt nach dem Prinzip „cook it, peel it or leave it“ verzehren. Eine Schluckimpfung kann bei Aufenthalt in Endemiegebieten erwogen werden.

Unternehmen: Bereitstellung von sicherem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen. Schulung der Mitarbeiter zur Handhygiene.

Quelle der Meldung

CVN/ Africa CDC / SOS Medias