Situationsbeschreibung

In den USA steigt die Influenza-Aktivität deutlich an; die Testpositivität liegt aktuell bei 14,8 %. Dominant ist der Subtyp A(H3N2), insbesondere die neue, Subclade K. Zudem wurde in Vermont ein seltener Fall von A(H1N2)v (Variante Schweinegrippe) ohne bekannte Expositionsquelle gemeldet.

Erreger: Influenza-Viren (A/H3N2, A/H1N2v).

Übertragung: Tröpfchen- und Aerosolübertragung (Sprechen, Husten, Niesen) sowie Schmierinfektion über kontaminierte Oberflächen.

Symptome: Plötzliches Fieber, Husten, Halsschmerzen, Gliederschmerzen und schwere Erschöpfung. Bei Kindern teils auch Erbrechen/Durchfall.

Komplikationen: Bakterielle Lungenentzündung, Verschlechterung chronischer Leiden (Asthma, Herzinsuffizienz), neurologische Schäden (Enzephalitis).

Therapie: Antivirale Medikamente (z. B. Oseltamivir, Baloxavir) innerhalb von 48h; jährliche Schutzimpfung als wichtigste Prävention.

Bewertung der Situation

Für die einheimische Bevölkerung besteht ein hohes Infektionsrisiko, da Subclade K sehr ansteckend ist. Reisende in den USA sollten mit lokaler Überlastung von Kliniken rechnen. Auswirkungen auf Deutschland sind durch Reiserückkehrer (Importfälle) wahrscheinlich. Unternehmen müssen aufgrund der schnellen Ausbreitung der neuen Variante mit signifikanten Personalausfällen während der Wintermonate kalkulieren.

Empfehlungen

Reisende: Jährliche Grippeschutzimpfung auffrischen. In Innenräumen und Menschenmengen gut sitzende Masken (N95/FFP2) tragen und auf Handhygiene achten.

Unternehmen: Förderung von Impfangeboten, Verbesserung der Innenraumbelüftung und strikte „Stay-at-home“-Policies für symptomatische Mitarbeiter zur Vermeidung von Superspreading-Events.

Quelle der Meldung

US CDC