Situationsbeschreibung:
In den Regionen Omo und Sidama (Hawassa) ist seit dem 27.11.2025 ein Ausbruch des Marburg-Virus aktiv. Bisher wurden 17 Fälle (14 bestätigt) und 11 Todesfälle gemeldet (Letalität: 61,5 %). Das Marburg-Virus ist ein hochpathogenes Filovirus, das hämorrhagisches Fieber (VHF) verursacht. Die Übertragung erfolgt durch Kontakt mit infizierten Tieren (Flughunden) oder direktem Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Personen. Symptome sind plötzliches hohes Fieber, schwere Kopfschmerzen und Blutungen. Es gibt keine spezifische Therapie; die Behandlung erfolgt symptomatisch. klinische Studien für Impfstoffe laufen vor Ort.
Bewertung der Situation:
Für die einheimische Bevölkerung besteht aufgrund der hohen Letalität eine ernste Gefahr. Reisende haben ein geringes Risiko, es sei denn, sie haben Kontakt zu Wildtieren oder Gesundheitseinrichtungen in betroffenen Gebieten. Direkte Auswirkungen auf Deutschland oder Unternehmen sind derzeit minimal, erfordern jedoch erhöhte Aufmerksamkeit bei Reiserückkehrern. Die WHO bewertet das Risiko auf nationaler Ebene als hoch, global jedoch als gering.
Empfehlungen:
Reisende Reisen in die Ausbruchsregionen vermeiden, Kontakt mit offensichtlich kranken Personen und Kontakt zu Blut, Wildfleisch und Fledermäusen (Minen/Höhlen) strikt meiden. Nach Rückkehr 21 Tage Selbstbeobachtung.
Unternehmen mit Personal vor Ort sollten strenge Hygieneprotokolle implementieren und über Symptome aufklären. Dienstreisen in die betroffenen Gebiete aussetzen.
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