Mexiko meldet für das Jahr 2025 einen massiven Masernausbruch mit 5.741 bestätigten Fällen und 24 Todesfällen. Betroffen sind 29 Bundesstaaten, wobei der Schwerpunkt in Chihuahua (77,8 % der Fälle) liegt. Besonders gefährdet sind ungeimpfte Kinder unter 4 Jahren.
Erreger: Masernvirus (hochkontagiös).
Übertragung: Aerogen durch Tröpfchen oder Aerosole (Husten, Niesen).
Symptome: Hohes Fieber, Husten, Schnupfen, Bindehautentzündung und der charakteristische Hautausschlag.
Komplikationen: Schwere Pneumonie (häufigste Todesursache), Enzephalitis sowie die Spätfolge SSPE (tödlich).
Therapie: Keine spezifische antivirale Therapie; rein supportive Behandlung. Effektiver Schutz durch die MMR-Impfung (2 Dosen).
Bewertung der Situation
Die einheimische Bevölkerung, insbesondere indigene Gemeinschaften (20-fach höhere Sterblichkeit), ist stark gefährdet. Für Reisende besteht bei fehlender Immunität ein hohes Ansteckungsrisiko. Für Deutschland drohen Importfälle durch Rückkehrer. Unternehmen mit Standorten in Mexiko sollten mit Personalausfällen und Quarantänemaßnahmen rechnen, falls der Impfstatus der Belegschaft lückenhaft ist.
Empfehlungen
Reisende: Überprüfung und ggf. Vervollständigung des Impfschutzes (zweimalige Impfung) mindestens 14 Tage vor Reiseantritt.
Unternehmen: Überprüfung des Immunitätsnachweises bei entsandten Mitarbeitern und Durchführung betrieblicher Impfangebote zur Sicherstellung der Betriebskontinuität.
Quelle der Meldung
Mexikanisches Gesundheitsministerium / Milenio / Sol de Mexico
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