Skip to main content

In der argentinischen Provinz Chubut ist ein 15-jähriger Patient an den Folgen einer Hantavirus-Infektion verstorben. Es handelt sich um den dritten Fall innerhalb eines Familienclusters.
Hantaviren sind RNA-Viren, die primär von infizierten Nagetieren über Speichel, Urin oder Kot ausgeschieden werden. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt meist durch die Inhalation kontaminierter Aerosole (Staub). In Südamerika (insbesondere beim Andes-Virus) ist zudem eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung möglich. Die Erkrankung beginnt mit unspezifischen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen. Schwere Verläufe führen zum Hantavirus-Cardiopulmonalen Syndrom (HCPS) mit akutem Lungenödem und Schock. Eine spezifische Therapie oder Impfung existiert nicht; die Behandlung erfolgt rein symptomatisch durch intensivmedizinische Unterstützung.

Bewertung der Situation

Für die lokale Bevölkerung besteht durch das Auftreten von Clustern ein erhöhtes Infektionsrisiko. Reisende sind nur bei engem Kontakt zu ländlichen Gebieten oder Nagetierhabitaten gefährdet. Da Hantaviren in Deutschland endemisch sind (meist mildere Stämme), hat dieser spezifische Vorfall keine direkten Auswirkungen auf die hiesige Gesundheitslage. Für international agierende Unternehmen besteht ein Risiko nur bei Aktivitäten in betroffenen Naturräumen Argentiniens.

Empfehlungen

Reisende: Reisemedizinische Beratung in Anspruch nehmen. Kontakt zu Nagetieren und deren Ausscheidungen meiden. Lebensmittel nagetiersicher lagern. In ländlichen Regionen Unterkünfte vor der Nutzung gründlich lüften und Staubaufwirbelungen beim Reinigen vermeiden (feucht wischen).

Unternehmen: Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen. Mitarbeiter in betroffenen Gebieten (z. B. Land- und Forstwirtschaft) über Risiken aufklären. Bereitstellung von Schutzausrüstung (FFP3-Masken) bei Reinigungsarbeiten in staubigen, potenziell kontaminierten Räumen.

Quelle der Meldung

Secretaria de salud | La Nacion | 11Naticias

Ähnliche Meldungen

Dr. med Til Berger

Facharzt für Allgemeinmedizin
Betriebsmedizin
Flugmedizin
Diplom Tropenmedizin (BNI)

Bahnhofstraße 17
86551 Aichach

Sprechzeiten

  • Montag 08:30 Uhr – 12:00 Uhr und 13:00 Uhr – 16:00 Uhr
  • Dienstag 11:30 Uhr – 15:30 Uhr und 16:30 Uhr – 19:30 Uhr
  • Mittwoch 08:30 Uhr – 11:30 Uhr

Reisemedizinische Beratung und Reiseimpfungen

  • Reisemedizinische Beratung & Impfungen
  • Travel Risk Management/ Consulting
  • Gelbfieberimpfstelle
  • Malariaprophylaxe und -beratung
  • Beratung zu tropischen Infektionskrankheiten
  • Dengue Fieber / Dengue Impfung
  • Erstellung einer individuellen Reiseapotheke
  • Gesundheitsberatung für besondere Reisende
  • Tropentauglichkeit & Rückkehruntersuchung
  • Tauchtauglichkeitsuntersuchung (nach DGUV / GTÜM-Standard)
  • Höhenmedizinische Untersuchungen und Beratung
  • Tauglichkeit für Motorbootführerschein
  • Bescheinigungen & internationale Impfausweise
  • Beratung zur Gesundheitsinfrastruktur

Betriebsärztliche Betreuung

  • Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
  • Travel Risk Management (TRM)/ Consulting
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
  • Präventionsprogramme für Führungskräfte
  • Gesundheitsschutz bei Auslandentsendung
  • Unterstützung bei der Gefährdungsbeurteilung
  • Regelmäßige Arbeitsschutz-Begehungen
  • Beratung zur Arbeitsplatzgestaltung
  • Allgemeine Betriebsärztliche Sprechstunde
  • Beratung bei Schwangerschaft gem. Mutterschutzgesetz
  • Beratung und Sprechstunde im Rahmen der Wiedereingliederung
  • Alle Arbeitsmedizinische Vorsorgen nach Anlässen
  • Eignungsuntersuchungen, z.B. Tauglichkeit bei Absturzgefährdung
  • Schwerer Atemschutz (Feuerwehr, ehemals G26.3)
  • Führerscheinuntersuchungen für LKW nach FeV
  • Vorsorge für „Weltwärts“ Entsandte
  • Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen (GBU Psych)
  • Bildschirmarbeitsplatzvorsorge
  • Vorsorge bei Infektionsgefährdung gem. BioStoff Verordnung