Situationsbeschreibung
In Peru wurden erstmals H5N1-Antikörper in Küsten-Vampirfledermäusen nachgewiesen. Diese Entdeckung ist bedeutsam, da die Fledermäuse ein ökologisches Bindeglied zwischen infizierten Meeressäugern/Seevögeln und Nutztieren im Landesinneren darstellen könnten. Eine effiziente Ausbreitung unter Fledermäusen wurde bisher nicht beobachtet (Seroprävalenz ≤ 8 %), doch ihre dichten Kolonien begünstigen die Virusmutation.
Erkrankung: Hochpathogene Aviäre Influenza (H5N1), ein Influenza-A-Virus.
Übertragung: Kontakt mit Sekreten oder Exkrementen infizierter Tiere; potenziell über die Nahrungskette.
Symptome: Beim Menschen hohes Fieber, Husten, schwere Atemnot.
Komplikationen: Schwere Lungenentzündung, Organversagen, hohe Letalität.
Therapie: Supportivtherapie (Linderung der Symptome); Einsatz von Virostatika (z. B. Oseltamivir).
Bewertung der Situation
Das unmittelbare pandemische Risiko wird als gering eingestuft, da keine humanen Fälle in Peru gemeldet wurden. Für die einheimische Bevölkerung und die Landwirtschaft besteht jedoch die Gefahr einer Virusübertragung auf Nutztiere. Für Reisende und Deutschland besteht derzeit keine direkte Gefahr. Unternehmen im Agrarsektor müssen die potenzielle Verschleppung des Virus durch Wildtiere beobachten.
Empfehlungen
Reisende: Halten Sie strikt Abstand zu Wildtieren (Vögeln, Robben, Fledermäusen). Betreten Sie keine Höhlen mit Fledermauskolonien.
Unternehmen: Verstärken Sie die Biosicherheitsmaßnahmen in der Tierhaltung, um jeden Kontakt zwischen Wild- und Nutztieren zu verhindern.
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