In Gujarat wurde bei einem 26-jährigen Viehhalter der erste Fall von Krim-Kongo-Hämorrhagischem Fieber (CCHF) des Jahres bestätigt. Der Patient wird intensivmedizinisch in Ahmedabad behandelt.

Erkrankung: Eine schwere virale hämorrhagische Fiebererkrankung mit hoher Letalität (10–40 %).

Übertragung: Durch Stiche von Hyalomma-Zecken sowie durch direkten Kontakt mit Blut oder Gewebe infizierter Nutztiere (besonders bei Schlachtung) oder infizierter Menschen.

Symptome: Plötzliches Fieber, Muskelschmerzen, Schwindel, Lichtempfindlichkeit und Erbrechen. Im Verlauf können schwere Haut- und Schleimhautblutungen sowie Organversagen auftreten.

Komplikationen: Multiorganversagen, Schock und unkontrollierte Blutungen.

Therapie: Vorwiegend supportive Intensivmedizin; Ribavirin wird teils eingesetzt. Es gibt keinen allgemein verfügbaren Impfstoff.

Bewertung der Situation

Bevölkerung: Lokales Risiko für Landwirte und Schlachthofmitarbeiter; Behörden überwachen über 1.000 Kontaktpersonen.

Reisende: Geringes Risiko für Stadtreisende; erhöhtes Risiko bei engem Kontakt zu Nutztieren in ländlichen Gebieten Gujarats.

Deutschland: Kein direktes Risiko; CCHF ist in Deutschland nicht endemisch.

Unternehmen: Agrar- und Veterinärsektor in der Region sollten Schutzprotokolle strikt einhalten.

Empfehlungen

Reisende: Meiden von Zeckenhabitaten und Kontakt zu Nutztieren; Nutzung von Repellents (DEET) und heller, schützender Kleidung.

Unternehmen: Bereitstellung von Schutzkleidung (Handschuhe, Kittel) für exponiertes Personal und Durchführung von Zeckenbekämpfungsmaßnahmen (Akarizide) bei Viehbeständen.

Quelle der Meldung

Times of India / National Institute of Medicine / Indianexpress / Gujarat Samachar