Im Gesundheitsdistrikt Kédougou im Südosten Senegals wurden seit Anfang Januar 2026 insgesamt 36 Masernverdachtsfälle registriert, von denen 22 laborbestätigt sind. Die Übertragung besteht bereits seit November 2025, als erste Ausbrüche mit 12 Fällen gemeldet wurden. Betroffen sind vor allem Kinder. Die Gesundheitsbehörden haben eine großangelegte Impfkampagne in allen Gesundheitszentren und -posten des Distrikts gestartet und rufen Eltern sowie Schulen zur sofortigen Impfung auf.
Erreger: Masernvirus (Morbillivirus).
Übertragung: Tröpfchen- und Aerosolinfektion; hoch ansteckend, Virus bis zu zwei Stunden in der Umwelt infektiös.
Symptome: Hohes Fieber, Husten, Schnupfen, Bindehautentzündung, anschließend typischer Hautausschlag.
Komplikationen: Lungenentzündung, Durchfall, Enzephalitis; erhöhte Sterblichkeit bei mangelnder medizinischer Versorgung.
Therapie: Keine spezifische antivirale Therapie; supportive Behandlung, Vitamin-A-Gabe, Prävention durch Impfung.
Bewertung der Situation
Für die lokale Bevölkerung, insbesondere Kinder, besteht ein hohes Gesundheitsrisiko. Für Reisende ist das Risiko bei fehlendem Impfschutz relevant. Auswirkungen auf Deutschland sind gering, Importfälle bei ungeimpften Personen jedoch möglich. Unternehmen vor Ort müssen mit Ausfällen und Schutzmaßnahmen rechnen.
Empfehlungen
Reisende: Masernimpfschutz (MMR) vollständig prüfen und ggf. auffrischen.
Unternehmen: Vorsorge für entsandtes Personal sicherstellen, Impfstatus von Mitarbeitenden kontrollieren, Aufklärung und Zugang zu Impfungen unterstützen.
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