Auf der französischen Insel Réunion wurde am 23. Januar 2026 der erste Mpox-Fall bestätigt. Betroffen ist eine Person, die kurz zuvor aus Madagaskar zurückgereist war und nach der Rückkehr Symptome entwickelte. Die infizierte Person wurde isoliert, enge Kontaktpersonen wurden identifiziert und stehen unter medizinischer Überwachung im Universitätsklinikum Réunion. Die Gesundheitsbehörden haben Informationsmaßnahmen für medizinisches Personal, verstärkte Kontrollen an Einreisepunkten sowie eine öffentliche Hotline eingerichtet. In Madagaskar zirkuliert Mpox seit Dezember 2025 mit über 100 bestätigten und mehr als 200 Verdachtsfällen.
Erreger: Mpox-Virus (Monkeypox-Virus), Gattung Orthopoxvirus; vermutlich Klade I (lb).
Übertragung: Enger Haut- und Körperkontakt, Kontakt mit Körperflüssigkeiten oder kontaminierten Gegenständen; selten über Tröpfchen bei engem, längerem Kontakt.
Symptome: Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten, Haut- und Schleimhautläsionen (Pusteln).
Komplikationen: Sekundärinfektionen der Haut, Narbenbildung; schwere Verläufe möglich bei immungeschwächten Personen.
Therapie: Überwiegend symptomatisch; Impfung v.a. bei Risikogruppen.
Bewertung der Situation
Für die Bevölkerung auf Réunion besteht derzeit ein begrenztes Risiko, da es sich um einen importierten Einzelfall handelt und Kontaktverfolgung läuft. Reisende aus Madagaskar tragen ein erhöhtes Eintragsrisiko. Auswirkungen auf Deutschland sind aktuell gering. Unternehmen mit Entsendungen in die Region sollten jedoch ein erhöhtes Gesundheits- und Ausfallrisiko berücksichtigen.
Empfehlungen
Reisende: Enge Kontakte meiden, auf Hautveränderungen achten, bei Symptomen sofort medizinische Abklärung; Impfung für Risikogruppen prüfen.
Unternehmen: Gesundheitsaufklärung und Vorsorge für Entsandte sicherstellen.
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