In 27 US-Bundesstaaten wurden mindestens 7.000 klinische Fälle von Candidozyma auris (bekannter als Candida auris) gemeldet. Der Pilz breitet sich rasant in Gesundheitseinrichtungen aus und nähert sich dem Rekordwert von 2024.
Erreger: Ein multiresistenter Hefepilz, der invasive Infektionen auslöst.
Übertragung: Über kontaminierte Oberflächen (überlebt extrem lange auf Klinikmobiliar) und direkten Kontakt zwischen Personen.
Symptome: Unspezifisch, meist Fieber und Schüttelfrost bei schwer kranken Patienten; oft schwer von anderen Infektionen zu unterscheiden.
Komplikationen: Blutstrominfektionen mit einer Sterblichkeitsrate von 30–60 %.
Therapie: Stark eingeschränkt durch Resistenzen. Einige Stämme sind gegen alle drei Hauptklassen von Antimykotika immun.
Bewertung der Situation
Die einheimische Bevölkerung ist im Alltag kaum gefährdet; das Risiko betrifft fast ausschließlich Patienten in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Für Reisende besteht nur bei geplanten Klinikaufenthalten in den USA ein Risiko. Auswirkungen auf Deutschland zeigen sich in einer erhöhten Wachsamkeit bei Patientenübernahmen aus US-Kliniken. Unternehmen im Gesundheitssektor stehen vor massiven Kosten für spezialisierte Desinfektion und Screening-Programme, da Standardreinigungsmittel oft versagen.
Empfehlungen
Reisende: Bei geplanten Operationen oder längeren Klinikaufenthalten in den USA (besonders Kalifornien und Nevada) auf strikte Hygiene achten und den Impfstatus/Gesundheitszustand optimieren.
Unternehmen: Kliniken müssen bei Patienten aus Endemiegebieten konsequente Screening-Tests (MALDI-TOF MS) durchführen und strenge Isolationsprotokolle sowie spezialisierte Desinfektionsverfahren für Oberflächen (z. B. Wasserstoffperoxid-Vernebelung) implementieren.
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