Pakistan meldet einen weiteren bestätigten Fall von Wildpoliovirus Typ 1 (WPV1) in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa. Damit steigt die Gesamtzahl für 2025 auf 31 Fälle, was einem Rückgang von 58 % gegenüber 2024 entspricht. Der aktuelle Fall betrifft ein vier Monate altes Mädchen aus North Waziristan, mit Symptombeginn im Dezember 2025 und Laborbestätigung im Januar 2026. Trotz mehrerer Impfkampagnen bestehen weiterhin Übertragungsherde, insbesondere in schwer zugänglichen Grenzregionen zu Afghanistan.
Erreger: Wildpoliovirus Typ 1 (Enterovirus).
Übertragung: Fäkal-orale Übertragung über kontaminiertes Wasser, Nahrung oder Hände; selten auch über Tröpfchen.
Symptome: Meist mild (Fieber, Müdigkeit), in schweren Fällen schlaffe Lähmungen.
Komplikationen: Dauerhafte Lähmungen, Atemlähmung, Tod.
Therapie: Keine kausale Therapie; Prävention durch Impfung.
Bewertung der Situation
Für die lokale Bevölkerung besteht weiterhin ein relevantes Gesundheitsrisiko. Für Reisende ist das Risiko gering, aber vorhanden. Auswirkungen auf Deutschland sind aktuell unwahrscheinlich. Unternehmen mit Aktivitäten vor Ort müssen erhöhte Vorsorge treffen.
Empfehlungen
Reisende: Vollständigen Polio-Impfschutz sicherstellen, Hygieneregeln beachten.
Unternehmen: Impfstatus von Mitarbeitenden prüfen, Gesundheitsaufklärung und Präventionsmaßnahmen verstärken.
Quelle der Meldung
Pakistan Polio Eradication Programme / Dawn / Business Recorder
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