In der Präfektur Saitama wurde der erste Ausbruch der hochpathogenen aviären Influenza (HPAI) der Saison im Großraum Tokio bestätigt. Auf einer Farm in Arasayama verstarben vermehrt Legehennen; Tests bestätigten den Subtyp H5.
Erreger: Influenza-A-Virus (H5-Subtyp, Clade 2.3.4.4b).
Übertragung: Kontakt mit infizierten (Wild-)Vögeln, Kot oder kontaminierter Umgebung. Übertragungen auf den Menschen erfolgen meist durch direkten Kontakt zu Geflügel.
Symptome: Hohes Fieber, Husten, Halsschmerzen, Muskelschmerzen. Auch Bindehautentzündungen (rotes Auge) sind möglich.
Komplikationen: Schwere Lungenentzündung, akutes Lungenversagen (ARDS), Multiorganversagen; hohe Sterblichkeitsrate bei klinisch manifesten H5N1-Fällen.
Therapie: Antivirale Medikamente (z. B. Oseltamivir) wirken am besten bei frühem Einsatz (innerhalb von 48 Stunden). Schwere Fälle erfordern intensivmedizinische Beatmung.
Bewertung der Situation
Der Ausbruch in einer der am dichtesten besiedelten Regionen der Welt erhöht das Risiko für die einheimische Bevölkerung, insbesondere für Landwirte. Reisende in der Metropolregion Tokio sollten den Kontakt zu Vögeln meiden. Für Deutschland besteht kein direktes Risiko, außer durch Einschleppung via Zugvögel. Unternehmen müssen mit steigenden Preisen für Eier und Geflügelprodukte in Japan rechnen, da bereits über 3,6 Millionen Tiere in dieser Saison gekeult wurden. Die Tötung von 240.000 Hennen in Saitama verschärft die Lieferengpässe.
Empfehlungen
Reisende: Meiden Sie Geflügelmärkte und direkten Kontakt zu Wildvögeln oder deren Exkrementen. Achten Sie auf strikte Händehygiene.
Unternehmen: Überprüfung der Biosicherheitsstandards in Zulieferbetrieben. Expats und Mitarbeiter vor Ort sollten über Symptome aufgeklärt und bei Verdacht sofort isoliert werden.
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