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International wurde Säuglingsanfangsnahrung zurückgerufen, nachdem das hitzestabile Toxin Cereulid nachgewiesen wurde, das von Bacillus cereus produziert wird. Die Kontamination wurde auf ein mit Arachidonsäure (ARA) angereichertes Öl eines externen Zulieferers zurückgeführt. Betroffene Produkte wurden in rund 60 Ländern vertrieben.
Mehrere Länder meldeten gastrointestinale Erkrankungen bei Säuglingen im zeitlichen Zusammenhang mit dem Konsum der zurückgerufenen Produkte, darunter Belgien, Dänemark, Frankreich, Spanien, Vereinigtes Königreich, Hongkong und Brasilien.

Erreger/Toxin: Cereulid (emetisches Toxin von Bacillus cereus).

Übertragung: Aufnahme kontaminierter Säuglingsnahrung.

Symptome: Erbrechen, Durchfall, Bauchbeschwerden; bei Säuglingen Risiko für Dehydratation und Elektrolytstörungen.

Komplikationen: Flüssigkeitsverlust, Kreislaufstörungen; selten schwere Verläufe möglich.

Therapie: Symptomatische Behandlung mit Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich.

Bewertung der Situation

Das Ereignis stellt ein relevantes globales Lebensmittelsicherheitsproblem dar, da Säuglinge eine besonders vulnerable Bevölkerungsgruppe sind und das Toxin durch normale Zubereitungsschritte nicht zerstört wird. Die bislang gemeldeten Erkrankungen verliefen überwiegend mild, jedoch bleibt das Risiko für schwere Verläufe insbesondere bei jungen Säuglingen bestehen. Durch den internationalen Vertrieb kontaminierter Produktionsbestandteile kam es zu einer breiten geografischen Exposition. Der laufende Rückruf reduziert aktuell das Risiko weiterer Erkrankungen. Auswirkungen auf Deutschland sind möglich, sofern betroffene Chargen vertrieben wurden, das Gesamtrisiko wird derzeit als gering bis moderat eingeschätzt.

Empfehlungen

Eltern und Betreuungspersonen: Chargenrückrufe prüfen, betroffene Produkte nicht verwenden und bei gastrointestinalen Symptomen bei Säuglingen frühzeitig ärztliche Abklärung veranlassen.
Gesundheitseinrichtungen: Verdachtsfälle melden, differenzialdiagnostisch lebensmittelbedingte Intoxikationen berücksichtigen und engmaschige Flüssigkeitsüberwachung bei Säuglingen durchführen.
Unternehmen mit Entsendungen: Mitarbeitende über internationale Produktrückrufe informieren und sicherstellen, dass vor Ort ausschließlich geprüfte und sichere Säuglingsnahrung verwendet wird.

Quelle der Meldung

ECDC / Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) / Behördenberichte Hongkong / Veja bergeSaúde

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