Im Jemen, insbesondere im Gouvernement Taiz, wurden im Jahr 2025 insgesamt 14.349 laborbestätigte Malariafälle sowie zahlreiche Verdachtsfälle gemeldet. Malaria wird durch Parasiten der Gattung Plasmodium, überwiegend Plasmodium falciparum, verursacht.
Übertragung: Durch Stiche infizierter weiblicher Anopheles-Mücken.
Inkubationszeit: Meist 7–14 Tage.
Symptome: Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.
Komplikationen: Schwere Verläufe mit cerebraler Malaria, schwerer Blutarmut, Organversagen. Ein besonders hohes Sterberisiko haben Kinder unter fünf Jahren und Schwangeren.
Therapie: Behandlung mit spezifischen Antimalaria-Medikamenten möglich; frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend. Schutz erfolgt durch Mückenschutzmaßnahmen und in bestimmten Fällen medikamentöse Prophylaxe.
Bewertung der Situation
Für die einheimische Bevölkerung besteht ein hohes Gesundheitsrisiko, da bewaffnete Konflikte, eingeschränkte medizinische Versorgung und klimatische Veränderungen die Ausbreitung begünstigen. Für Reisende besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko, insbesondere in betroffenen Regionen. Für Deutschland besteht ein geringes Risiko einer Einschleppung durch Reiserückkehrende. Unternehmen mit Aktivitäten im Jemen können durch gesundheitliche Risiken für Mitarbeitende und eingeschränkte Infrastruktur betroffen sein.
Empfehlungen
Reisende: Konsequenter Mückenschutz (Repellentien, Moskitonetze, lange Kleidung), ärztliche Reiseberatung sowie medikamentöse Malariaprophylaxe. Bei Fieber frühzeitige ärztliche Hilfe.
Unternehmen: Mitarbeitende reisemedizinisch beraten lassen, Präventionsmaßnahmen bereitstellen und Notfall- sowie Evakuierungspläne prüfen.
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