Im Lyantonde District (Uganda) wurden 3 laborbestätigte Milzbrandfälle gemeldet. 4 Todesfälle wurden dem Ausbruch zugeschrieben, 8 weitere Todesfälle werden derzeit untersucht. Zwei bestätigte Erkrankte werden aktuell medizinisch behandelt. Die meisten Infektionen stehen im Zusammenhang mit direktem Kontakt zu plötzlich verendeten Nutztieren.

Erreger: Bacillus anthracis (sporenbildendes Bakterium).

Übertragung: Kontakt mit infizierten Tieren oder Tierprodukten (Leder!), Verzehr kontaminierten Fleisches oder Einatmen von Sporen.

Inkubationszeit: Meist 1–7 Tage, selten länger.

Symptome: Hautläsionen mit schwarzem Schorf, Fieber, Bauchschmerzen, Erbrechen oder schwere Atembeschwerden je nach Infektionsweg.

Komplikationen: Blutvergiftung, schwere Atemwegsinfektionen und tödliche Verläufe, insbesondere bei unbehandelten Fällen.

Therapie: Frühzeitige antibiotische Behandlung und unterstützende intensivmedizinische Maßnahmen.

Bewertung der Situation

Der Ausbruch zeigt ein erhöhtes Risiko für die lokale Bevölkerung mit engem Kontakt zu Nutztieren. Für Reisende besteht ein geringes Risiko, sofern Kontakt zu Tierkadavern oder nicht kontrollierten Fleischprodukten vermieden wird. Für Deutschland besteht vor allem das Risiko importierter Einzelfälle. Unternehmen mit Tätigkeiten in landwirtschaftlichen Regionen müssen mit Gesundheitsrisiken für Mitarbeitende rechnen.

Empfehlungen

Reisende: Kontakt zu toten oder kranken Tieren vermeiden, nur veterinärkontrolliertes Fleisch konsumieren, Hygienemaßnahmen einhalten.
Unternehmen mit Entsendungen: Mitarbeitende über Risiken bei Tierkontakt informieren, Arbeitsschutzmaßnahmen etablieren und medizinische Notfallstrukturen sicherstellen.

Quelle der Meldung

Monitor Uganda