In Australien bleibt das Infektionsrisiko mit dem Ross-River-Virus (RRV) erhöht, besonders in Queensland, New South Wales, South Australia und Victoria. RRV wird durch Mückenstiche übertragen und verursacht Fieber, Hautausschlag, Gelenk- und Muskelschmerzen, die monatelang anhalten können. Die Erkrankung wird durch ein Alphavirus verursacht, das in enzootischen Zyklen mit verschiedenen Mückenarten und Tierreservoiren zirkuliert.
Übertragung: Mückenstich von infizierten Vektoren.
Inkubationszeit: 3–11 Tage.
Symptome: Fieber, Hautausschlag, polyarthralgische Beschwerden, Müdigkeit.
Komplikationen: Langanhaltende Gelenkbeschwerden, reduzierte Lebensqualität.
Therapie: Symptomatische Behandlung; keine spezifische antivirale Therapie verfügbar.
Bewertung der Situation
Für die lokale Bevölkerung besteht ein signifikantes Infektionsrisiko durch anhaltende Mückenaktivität, insbesondere bei Outdoor-Aktivitäten. Reisende nach Australien können infiziert werden; für Deutschland besteht ein geringes Importrisiko durch Reiserückkehrer, wie bereits Fälle bestätigt haben. Unternehmen mit Mitarbeitenden in betroffenen Regionen sollten gesundheitliche Ausfallzeiten berücksichtigen.
Empfehlungen
Reisende: Schutz vor Mückenstichen durch Repellentien, lange Kleidung, Moskitonetze; bei Symptomen nach Rückkehr ärztliche Abklärung.
Unternehmen: Mitarbeitende über Risiken informieren, wirksamen Mückenschutz bereitstellen, medizinische Versorgung und Rückholoptionen prüfen.
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