In Kambodscha wurde der zweite humane Fall von hochpathogener Vogelgrippe (H5N1) im Jahr 2026 bestätigt. Betroffen ist eine 45-jährige Frau aus der Provinz Banteay Meanchey Province. Der Nachweis erfolgte am 14.03.2026 durch das nationale Gesundheitsinstitut. Die Patientin hielt Hühner und Enten; einige Tiere waren zuvor krank oder verendet. Drei Tage vor der Diagnose hatte sie Kontakt mit toten Hühnern. Berichte über weitere kranke und verendete Geflügeltiere im Dorf deuten auf eine fortlaufende Viruszirkulation in der lokalen Geflügelpopulation hin. Die Patientin wurde isoliert und mit dem antiviralen Medikament Oseltamivir behandelt.
Erreger: Aviäres Influenzavirus H5N1.
Übertragung: Meist durch engen Kontakt mit infiziertem Geflügel oder dessen Ausscheidungen.
Inkubationszeit: Meist wenige Tage.
Symptome: Fieber, Husten, Atembeschwerden, Halsschmerzen und allgemeines Krankheitsgefühl.
Komplikationen: Schwere Atemwegsinfektionen und Lungenentzündung möglich.
Therapie: Antivirale Medikamente sowie unterstützende medizinische Behandlung.
Bewertung der Situation
Für die einheimische Bevölkerung besteht ein erhöhtes Risiko bei engem Kontakt mit Hausgeflügel. Für Reisende ist das Risiko gering, sofern Kontakt zu Geflügel (Märkte!) vermieden wird. Für Deutschland besteht kein direktes Risiko. Unternehmen mit Mitarbeitenden im Agrar- oder Außeneinsatz sollten mögliche Expositionsrisiken berücksichtigen.
Empfehlungen
Reisende: Kontakt mit Geflügel, insbesondere kranken oder toten Tieren, vermeiden und Hygieneregeln beachten.
Unternehmen: Mitarbeitende über Risiken informieren und Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten mit Tierkontakt festlegen.
Quelle der Meldung
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