In Canada wurde ein anhaltender Ausbruch von Salmonelleninfektionen mit Pistazien und pistazienhaltigen Produkten in Verbindung gebracht. Bis zum 13.03.2026 wurden 178 laborbestätigte Fälle gemeldet, darunter 25 Krankenhausaufenthalte; Todesfälle wurden nicht berichtet. Die meisten Fälle traten in den Provinzen Quebec und Ontario auf. Betroffen sind Personen im Alter von 1 bis 95 Jahren. Untersuchungen identifizierten mehrere Salmonella-Serotypen in zurückgerufenen Pistazien und pistazienhaltigen Produkten, darunter Schokolade und Backwaren. Die kontaminierten Pistazien wurden vermutlich aus dem Iran importiert. Behörden haben Rückrufaktionen gestartet und warnen vor dem Verzehr entsprechender Produkte.
Erreger: Bakterien der Gattung Salmonella.
Übertragung: Aufnahme kontaminierter Lebensmittel.
Inkubationszeit: Meist 6–48 Stunden.
Symptome: Durchfall, Bauchschmerzen, Fieber, Übelkeit und Erbrechen.
Komplikationen: Schwere Dehydrierung oder invasive Infektionen, besonders bei Risikogruppen.
Therapie: In der Regel symptomatische Behandlung mit Flüssigkeitszufuhr; Antibiotika nur in schweren Fällen.
Bewertung der Situation
Ein erneutes Beispiel für die Tatsache, dass sich derartige Ereignisse nicht vollständig verhindern lassen. Für die Bevölkerung in Kanada besteht aktuell ein relevantes lebensmittelbedingtes Risiko durch bereits im Umlauf befindliche Produkte. Für Reisende ist das Risiko gering, sofern Rückrufhinweise beachtet werden. Für Deutschland besteht kein direktes Risiko. Unternehmen der Lebensmittelbranche sollten jedoch Lieferketten und Produktursprünge sorgfältig prüfen.
Empfehlungen
Reisende: Rückrufwarnungen beachten und betroffene Pistazienprodukte nicht konsumieren.
Unternehmen: Lieferketten überprüfen, betroffene Produkte aus dem Verkehr ziehen und Mitarbeitende über Hygienemaßnahmen informieren.
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