Sri Lanka meldete in den ersten zwei Monaten 2026 insgesamt 13.416 Dengue-Fälle und vier Todesfälle. Besonders betroffen sind die Distrikte Colombo und Gampaha (Westprovinz), weitere Fälle wurden u. a. in Galle, Matara und Ratnapura registriert. Dengue wird durch das Dengue-Virus (DENV 1–4, RNA-Virus) verursacht und durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Typische Symptome sind hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Exanthem. Schwere Verläufe können zu hämorrhagischem Dengue, Plasma-Leakage, Schock und Organversagen führen. Eine spezifische antivirale Therapie steht nicht zur Verfügung; die Behandlung erfolgt symptomatisch-supportiv. Es stehen wirksame Impfstoffe zur Verfügung.
Bewertung der Situation
Die Fallzahlen stiegen im Februar deutlich an (+67 % gegenüber Anfang Februar) und deuten auf eine beschleunigte Transmission hin. Für die einheimische Bevölkerung besteht insbesondere in urbanen Ballungsräumen ein erhöhtes Erkrankungsrisiko. Reisende – vor allem in Colombo als internationalem Verkehrsknotenpunkt – sind exponiert. Für Deutschland besteht das Risiko importierter Fälle. Unternehmen mit Entsendungen nach Sri Lanka müssen mit krankheitsbedingten Ausfällen rechnen.
Empfehlungen
Reisende: konsequenter Mückenschutz (Repellentien, lange Kleidung, Klimatisierung), Impfung gegen Dengue erwägen, frühzeitige ärztliche Abklärung bei Fieber >2 Tage.
Unternehmen: betriebsärztliche Vorsorge und reisemedizinische Beratung vor Entsendung sicherstellen, Information zu Expositionsrisiken, Notfallpläne und Versicherungsschutz sicherstellen.
Quelle
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