In Lettland ist ein Masernausbruch mit 20 Fällen (Stand: 23.03.2026) und einer Hospitalisierung gemeldet worden. Die Fälle konzentrieren sich überwiegend auf Kinder in einer impfskeptischen Gemeinschaft, insbesondere an einer Waldorfschule in Riga. Der Ausbruch begann Ende Februar 2026 nach einem alternativen Gesundheitsseminar mit einer ungeimpften Indexperson. Masern werden durch das Masernvirus verursacht und sind hoch ansteckend.

Erreger: Masernvirus (Virus)

Übertragung: Tröpfcheninfektion/Aerosole (hochkontagiös)

Inkubationszeit: 7–14 Tage

Symptome: Fieber, Husten, Schnupfen, Bindehautentzündung, typischer Hautausschlag

Komplikationen: Pneumonie, Enzephalitis, selten tödlich

Therapie: Symptomatische Behandlung, Impfung als wirksamste Prävention

Bewertung der Situation

Der Ausbruch zeigt die hohe Anfälligkeit ungeimpfter Gruppen. Durch über 1.000 Kontaktpersonen besteht ein erhöhtes Ausbreitungsrisiko, auch international. Für Reisende und ungeimpfte Personen besteht ein relevantes Infektionsrisiko. Für Deutschland ist das Risiko gering, jedoch können importierte Fälle auftreten.

Empfehlungen

Reisende: Impfschutz (MMR) überprüfen und ggf. vervollständigen.
Unternehmen: Impfstatus von Mitarbeitenden prüfen, insbesondere bei Auslandsreisen; Sensibilisierung für Infektionsrisiken.

Quelle der Meldung

SPKC Lettland / LSM