In Katalonien (Spanien) wurde ein ungeimpfter 17-Jähriger nach einer Verletzung mit Tetanus in kritischem Zustand auf einer Intensivstation behandelt. Der Fall trat in der Region Bages auf.
Erreger: Clostridium tetani (Bakterium).
Übertragung: Keine Mensch-zu-Mensch-Übertragung; Infektion über verunreinigte Wunden (z. B. Erde, Staub).
Inkubationszeit: 3–21 Tage.
Symptome: Muskelsteifheit, Kieferklemme (Trismus), Schluckstörungen, schwere Muskelkrämpfe.
Komplikationen: Atemlähmung, autonome Störungen, lebensbedrohlicher Verlauf.
Therapie: Intensivmedizinische Behandlung, Tetanus-Immunglobulin, Antibiotika und Wundversorgung; Impfung zur Prävention essenziell.
Bewertung der Situation
Dieser seltene Fall illustriert die nach wie vor hohe Wichtigkeit der „Standardimpfungen“. Für die Allgemeinbevölkerung ist das Risiko gering bei bestehendem Impfschutz. Ungeimpfte Personen haben jedoch ein hohes Risiko für schwere Verläufe. Für Reisende und Deutschland besteht kein erhöhtes Risiko. Der Fall unterstreicht die Bedeutung von Impfprogrammen.
Empfehlungen
Reisende: Impfschutz gegen Tetanus überprüfen und ggf. auffrischen; Wunden sorgfältig reinigen und versorgen.
Unternehmen: Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen. Impfstatus von Mitarbeitenden prüfen (v. a. bei Auslandseinsätzen) und Arbeitsschutzmaßnahmen bei Verletzungsrisiken sicherstellen.
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