In Neu-Taipeh wurde der zweite Hantavirus-Fall des Jahres 2026 gemeldet. Ein Patient erkrankte nach direktem Kontakt mit Nagetieren. Hantaviren (RNA-Viren) werden primär durch Kontakt mit Ausscheidungen (Urin, Kot, Speichel) infizierter Nagetiere oder durch Inhalation kontaminierter Aerosole übertragen. Symptome umfassen hohes Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Halsschmerzen sowie Magen-Darm-Beschwerden. Schwere Komplikationen wie Nierenversagen oder das Hantavirus-Lungen-Syndrom können tödlich verlaufen (ein Todesfall im Januar 2026). Die Therapie erfolgt ausschließlich symptomatisch durch Unterstützung der Vitalfunktionen.
Bewertung der Situation
Das Risiko für die Bevölkerung in Taiwan ist moderat und auf Gebiete mit Nagetierbefall begrenzt. Für Reisende besteht ein sehr geringes Risiko, sofern keine unhygienischen Umgebungen aufgesucht werden. Auswirkungen auf Deutschland sind nicht zu erwarten. Unternehmen vor Ort sollten auf hygienische Bedingungen achten, um punktuelle Personalausfälle zu vermeiden.
Empfehlungen
Reisende sollten den Kontakt zu Nagetieren meiden und Lebensmittel nagetiersicher lagern. Reisemedizinische Beratung vor Fernreisen einholen.
Unternehmen wird empfohlen, eine konsequente Schädlingsbekämpfung in Lagerräumen durchzuführen und Mitarbeiter über Hygienemaßnahmen beim Umgang mit potenziell kontaminiertem Staub aufzuklären.
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