Aktuelle Lage und Epidemiologie
Im Jahr 2024 meldeten 99 von 200 Ländern Fälle von Leishmaniose an die WHO. Die Krankheit bleibt eine erhebliche gesundheitliche Belastung in tropischen und subtropischen Regionen.
- Kutane Leishmaniose (CL):211.466 neue Fälle. Hauptbetroffene Regionen sind der östliche Mittelmeerraum (75 %) und Amerika (15 %).
- Viszerale Leishmaniose (VL):12.930 neue Fälle. Die Hotspots liegen in Ostafrika (79 %), Brasilien (10 %) und dem indischen Subkontinent (5 %).
Wichtige Trends
Während die VL-Fälle weltweit seit 2014 um 58 % gesunken sind (besonders erfolgreich in Südostasien), verzeichnet der östliche Mittelmeerraum einen Höchststand an Fällen. In Afrika haben sich die CL-Fälle seit 2021 mehr als verdoppelt.
Empfehlungen für Reisende
Da keine Impfung existiert, ist der Schutz vor Sandmücken-Stichen essentiell:
- Expositionszeiten: Sandmücken sind zwischen Dämmerung und Morgengrauen aktiv.
- Repellents: Verwendung von Wirkstoffen wie DEET oder Icaridin auf freier Haut.
- Kleidung: Helle, lange Kleidung; ggf. mit Insektiziden (Permethrin) imprägnieren.
- Netze: Imprägnierte Moskitonetze (Deltametrin) verwenden.
Empfehlungen für Unternehmen (Entsendung)
- Aufklärung: Mitarbeiter über Risiken und Symptome (langwierige Geschwüre, Fieber) informieren.
- Medizinische Vorsorge: Arbeitsmedizinische Beratung vor und nach dem Einsatz.
- Ausrüstung: Bereitstellung von Schutzmitteln und sicherem Unterhalt (Klimaanlagen reduzieren das Risiko).
- Diagnostik: Sicherstellen, dass bei Rückkehrern mit unklaren Symptomen auf die Reisehistorie hingewiesen wird.
Quelle
Basierend auf dem WHO Weekly Epidemiological Record No 45, November 2025.
Ähnliche Meldungen
Gesundheitsrisikobericht 2025 – Global Health Risk Map 2026
Globale Dynamiken, regionale Risiken und strategische Konsequenzen Executive Summary Die weltweite Gesundheitsrisikolage befindet sich in einer Phase grundlegender Umbrüche. Nach dem Abklingen der…
Wichtig12. Januar 2026Allgemeine Meldungen,Aktuelles aus der PraxisGlobal Health Risk Map 2026,Travel Risk Management,Auslandsentsendung,Reisemedizin
Ciguatera-Gefahr in Queensland, Australien
Seit Ende April 2026 verzeichnen die Gesundheitsbehörden in Queensland, insbesondere an der Cassowary Coast, eine Häufung von Ciguatera-Fischvergiftungen. Die Erkrankung wird durch Ciguatoxine…
Cholera-Ausbruch im Jemen 2026
Im ersten Quartal 2026 verzeichnete der Jemen 3.177 Verdachtsfälle von Cholera und akuter wässriger Diarrhö (AWD), darunter drei Todesfälle. Das Land belegt damit weltweit den fünften Platz bei der…
Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff
Die WHO meldet eine Häufung von Fällen Hantavirus-Erkrankungen auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius mit 147 Personen an Bord. Das Schiff verlies Ushuaia, Argentinen am 1. April, auf seiner Route…
4. Mai 2026Aktuelle Epi-LageReisemedizin Augsburg Ingolstadt München,Travel Risk Management
Hantavirus-Todesfall in Chubut, Argentinien
In der argentinischen Provinz Chubut ist ein 15-jähriger Patient an den Folgen einer Hantavirus-Infektion verstorben. Es handelt sich um den dritten Fall innerhalb eines Familienclusters. Hantaviren…
7. April 2026Aktuelle Epi-LageReisemedizin Augsburg Ingolstadt München,Travel Risk Management




