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Neue RKI-Daten zeigen Unterschiede bei Arbeitsunfällen

Aktuelle Zahlen

Nach Auswertungen des Robert Koch-Instituts (RKI) hatten im Jahr 2024 2,4 % der Erwerbstätigen im Alter von 18 bis 70 Jahren innerhalb eines Jahres einen medizinisch versorgten Unfall am Arbeitsplatz. Hochgerechnet entspricht dies rund 885.000 Menschen in Deutschland. Die Ergebnisse stammen aus dem RKI-Panel „Gesundheit in Deutschland“ 2024. (gesundheit-in-deutschland.de)

Besonders betroffene Gruppen

Die Untersuchung zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Beschäftigtengruppen. Männer waren etwa doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Besonders häufig traten Arbeitsunfälle bei jungen Männern zwischen 18 und 29 Jahren auf. Auch bei Männern mit niedrigerem Bildungsstand wurde eine höhere Unfallhäufigkeit festgestellt. Als mögliche Ansatzpunkte für die Prävention nennt das RKI insbesondere Tätigkeiten in manuellen Berufen und einfachen Dienstleistungsberufen. (Edoc-Server)

Bedeutung für den Arbeitsschutz

Die RKI-Auswertung ergänzt die offiziellen Statistiken zu meldepflichtigen Arbeitsunfällen. Ein wesentlicher Vorteil von Bevölkerungsbefragungen besteht darin, dass auch leichtere, medizinisch behandelte Unfallverletzungen erfasst werden, die in anderen Statistiken möglicherweise nicht vollständig sichtbar sind. Dadurch können zusätzliche Hinweise auf Unfallrisiken und Präventionsmöglichkeiten gewonnen werden. (Edoc-Server)

Zum Vergleich: Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle lag 2024 bei 810.399 Fällen und damit 3,4 % unter dem Vorjahreswert. (BMAS)

Konsequenzen für Unternehmen

Für den betrieblichen Arbeitsschutz unterstreichen die Ergebnisse die Bedeutung einer zielgruppenspezifischen Unfallprävention. Gefährdungsbeurteilungen, Unterweisungen, sichere Arbeitsabläufe und die Analyse auch leichterer Unfälle können dazu beitragen, Unfallursachen frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen gezielt auszurichten.

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Dr. med Til Berger

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