Deutschland verzeichnet 2025 einen deutlichen Anstieg der Lyme-Borreliose-Fälle. Sachsen meldete bis Ende Dezember 2.623 Fälle (+61 % gegenüber 2024), Bayern bis Mitte Dezember 5.469 Fälle (rund +1.500), Berlin etwa 1.406 Fälle – der höchste Wert seit Beginn der Meldepflicht 2013. Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, verursacht durch Borrelien (v. a. Borrelia afzelii und Borrelia garinii), die durch den Stich infizierter Ixodes-Zecken übertragen wird. Typische Symptome sind Wanderröte (Erythema migrans), grippeähnliche Beschwerden, später ggf. neurologische Ausfälle oder Gelenkbeschwerden. Eine Impfung ist nicht verfügbar, die Erkrankung ist jedoch antibiotisch behandelbar. Klimabedingt verlängerte Zeckenaktivität erhöht die Exposition auch außerhalb der klassischen Saison.
Bewertung der Situation
Für die Bevölkerung besteht ein deutlich erhöhtes Risiko, auch in Städten. Reisende innerhalb Deutschlands sind ebenfalls betroffen. Für Deutschland insgesamt ergibt sich eine wachsende Krankheitslast. Unternehmen mit Outdoor-Arbeitsplätzen müssen mit mehr Erkrankungen rechnen.
Empfehlungen
Reisende/Bevölkerung: Schutzkleidung, Repellents, konsequente Zeckenkontrolle, frühzeitige ärztliche Abklärung.
Unternehmen: Präventionsschulungen, Schutzmaßnahmen für Beschäftigte im Freien, betriebliche Gesundheitsaufklärung.
Quelle der Meldung
Ähnliche Meldungen
Gesundheitsrisikobericht 2025 – Global Health Risk Map 2026
Globale Dynamiken, regionale Risiken und strategische Konsequenzen Executive Summary Die weltweite Gesundheitsrisikolage befindet sich in einer Phase grundlegender Umbrüche. Nach dem Abklingen der…
Wichtig12. Januar 2026Allgemeine Meldungen,Aktuelles aus der PraxisGlobal Health Risk Map 2026,Travel Risk Management,Auslandsentsendung,Reisemedizin
Ciguatera-Gefahr in Queensland, Australien
Seit Ende April 2026 verzeichnen die Gesundheitsbehörden in Queensland, insbesondere an der Cassowary Coast, eine Häufung von Ciguatera-Fischvergiftungen. Die Erkrankung wird durch Ciguatoxine…
Cholera-Ausbruch im Jemen 2026
Im ersten Quartal 2026 verzeichnete der Jemen 3.177 Verdachtsfälle von Cholera und akuter wässriger Diarrhö (AWD), darunter drei Todesfälle. Das Land belegt damit weltweit den fünften Platz bei der…
Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff
Die WHO meldet eine Häufung von Fällen Hantavirus-Erkrankungen auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius mit 147 Personen an Bord. Das Schiff verlies Ushuaia, Argentinen am 1. April, auf seiner Route…
4. Mai 2026Aktuelle Epi-LageReisemedizin Augsburg Ingolstadt München,Travel Risk Management
Hantavirus-Todesfall in Chubut, Argentinien
In der argentinischen Provinz Chubut ist ein 15-jähriger Patient an den Folgen einer Hantavirus-Infektion verstorben. Es handelt sich um den dritten Fall innerhalb eines Familienclusters. Hantaviren…
7. April 2026Aktuelle Epi-LageReisemedizin Augsburg Ingolstadt München,Travel Risk Management




