In der Demokratischen Republik Kongo (DRC) hat sich der Choleraausbruch zu Beginn des Jahres 2026 deutlich verschärft. In der epidemiologischen Woche 1 (29.12.2025–04.01.2026) wurden landesweit 1.348 Fälle gemeldet, verteilt auf 12 Provinzen. Dies entspricht einem Anstieg von 63 % gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025. Besonders betroffen ist die Provinz Süd-Kivu mit 623 Fällen und 12 Todesfällen. In der Gesundheitszone Itombwe wurden innerhalb von zwei Wochen 64 Fälle mit 15 Todesfällen registriert (Fallsterblichkeit 23,4 %). Cholera ist eine akute bakterielle Durchfallerkrankung, die durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel übertragen wird. Die Situation wird durch bewaffnete Konflikte, Vertreibung der Bevölkerung sowie gravierende Defizite in Wasser-, Sanitär- und Hygienesystemen verschärft.
Erreger: Vibrio cholerae (Bakterium).
Übertragung: Fäkal-orale Übertragung über kontaminiertes Trinkwasser oder Lebensmittel.
Symptome: Akuter wässriger Durchfall, Erbrechen, rasche Dehydrierung.
Komplikationen: Schwere Austrocknung, Kreislaufversagen, Tod ohne rasche Behandlung.
Therapie: Orale oder intravenöse Rehydratation, ggf. Antibiotika; Prävention durch sauberes Wasser, Hygiene und Impfung.
Bewertung der Situation
Für die lokale Bevölkerung besteht ein sehr hohes Gesundheitsrisiko. Für Reisende ist das Risiko in betroffenen Regionen erheblich. Auswirkungen auf Deutschland sind indirekt (humanitäre Hilfe, internationale Einsätze). Unternehmen vor Ort sind stark betroffen durch Gesundheitsrisiken und instabile Infrastruktur.
Empfehlungen
Reisende: Reisen in betroffene Regionen kritisch prüfen, strikte Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene einhalten, Impfung gegen Cholera kann erwogen werden.
Unternehmen: Notfall- und Hygienekonzepte umsetzen, Mitarbeitende schützen und Vorsorge sicherstellen, Zugang zu sauberem Wasser sicherstellen.
Quelle der Meldung
Ministerium für öffentliche Gesundheit der DR Kongo / Actualité.cd / UNICEF
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