Seit Beginn des Jahres 2026 wurden in Astana, der Hauptstadt Kasachstans, insgesamt 384 Masernfälle registriert, davon 234 laborbestätigt. Die Inzidenz beträgt 14,8 Fälle pro 100.000 Einwohner. Besonders betroffen sind Kinder: 93,2 % der bestätigten Fälle betreffen Kinder unter 14 Jahren. Der überwiegende Teil der Erkrankten (93,5 %) ist ungeimpft. In 61,5 % der Fälle erfolgte keine Impfung aufgrund elterlicher Ablehnung, weitere 26,5 % betrafen Kinder unterhalb des Impfalters. Die Behörden haben Nachholimpfungen sowie eine Postexpositionsimpfung für Kontaktpersonen eingeleitet.
Erreger: Masernvirus (Morbillivirus).
Übertragung: Hochkontagiös durch Tröpfchen und Aerosole (Husten, Niesen, Sprechen); Virus bleibt in Innenräumen bis zu zwei Stunden infektiös.
Symptome: Hohes Fieber, Husten, Schnupfen, Bindehautentzündung, typischer Hautausschlag.
Komplikationen: Lungenentzündung, Mittelohrentzündung, Enzephalitis; besonders hohes Risiko für Säuglinge und ungeimpfte Kinder.
Therapie: Keine spezifische antivirale Therapie; symptomatische Behandlung, Prävention durch Impfung.
Bewertung der Situation
Für die lokale Bevölkerung besteht ein hohes Gesundheitsrisiko, insbesondere für ungeimpfte Kinder und Säuglinge. Reisende mit unklarem oder fehlendem Impfschutz sind gefährdet. Auswirkungen auf Deutschland sind vor allem durch Reiseverkehr denkbar. Unternehmen mit Entsendungen müssen mit Infektions- und Ausfallrisiken rechnen.
Empfehlungen
Reisende: Masernimpfschutz (MMR) überprüfen und ggf. vervollständigen;
Unternehmen: Vorsorge für entsandte Mitarbeiter sicherstellen. Sensibilisierung für Symptome.
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