In Mexiko hält ein landesweiter Masernausbruch an. Seit Beginn des Ausbruchs im Februar 2025 wurden bis Januar 2026 insgesamt 7.417 laborbestätigte Fälle und 26 Todesfälle gemeldet, darunter der erste Todesfall im Jahr 2026 im Bundesstaat Michoacán. Fälle wurden inzwischen in allen 32 Bundesstaaten registriert, mit besonders hohen Inzidenzen bei Säuglingen unter einem Jahr, Kleinkindern sowie ungeimpften oder unvollständig geimpften jungen Erwachsenen.
Erreger: Masernvirus (Morbillivirus).
Übertragung: Hochkontagiöse Tröpfchen- und Aerosolübertragung; Virus bleibt in Innenräumen bis zu zwei Stunden infektiös.
Symptome: Fieber, Husten, Schnupfen, Bindehautentzündung, charakteristischer Hautausschlag.
Komplikationen: Lungenentzündung, Mittelohrentzündung, Enzephalitis; erhöhtes Sterberisiko bei Säuglingen und ungeimpften Personen.
Therapie: Keine spezifische antivirale Therapie; symptomatische Behandlung. Effektivste Prävention ist die Masernimpfung (MMR).
Bewertung der Situation
Für die einheimische Bevölkerung besteht ein hohes Gesundheitsrisiko, insbesondere in Regionen mit unzureichender Impfquote. Reisende ohne vollständigen Impfschutz sind stark gefährdet. Für Deutschland besteht ein moderates Risiko durch importierte Fälle. Unternehmen mit Geschäftsreisen oder Entsendungen nach Mexiko sind potenziell von Krankheits- und Ausfällen betroffen.
Empfehlungen
Reisende: Vollständigen Masernimpfschutz sicherstellen, bei Symptomen sofort ärztlich abklären.
Unternehmen: Impfstatus prüfen, ungeimpfte Mitarbeitende nicht entsenden, Gesundheitsaufklärung verstärken.
Quelle der Meldung
Infobae / Animal Político / Gesundheitsministerium Mexiko (Generaldirektion für Epidemiologie) / El País
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