Uganda hat den durch das Bundibugyo-Ebolavirus (BDBV) verursachten Ebola-Ausbruch am 28.07.2026 offiziell für beendet erklärt. Nach der Entlassung des letzten in Uganda infizierten Patienten am 16.06.2026 wurde die vorgeschriebene 42-tägige Überwachungsphase erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt wurden seit Ausbruchsbeginn am 15.05.2026 20 bestätigte Erkrankungen registriert, von denen 18 Patienten genesen und zwei kongolesische Staatsangehörige verstorben sind. Die meisten Fälle standen im Zusammenhang mit Importen aus der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo). Während Uganda die Übertragung unterbrechen konnte, dauert der schwere Ausbruch in der DR Kongo mit 3.262 bestätigten Fällen und 1.437 Todesfällen weiter an.
Erreger: Bundibugyo-Ebolavirus (BDBV), ein Ebolavirus.
Übertragung: Direkter Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten infizierter Personen sowie kontaminierten Gegenständen.
Symptome: Fieber, starke Schwäche, Kopf- und Muskelschmerzen, Erbrechen, Durchfall und Blutungen.
Komplikationen: Multiorganversagen, Schock und schwere Blutungen mit hoher Sterblichkeit.
Therapie: Keine zugelassene spezifische Therapie oder Impfung gegen BDBV; Behandlung erfolgt unterstützend durch intensivmedizinische Versorgung.
Bewertung der Situation
Uganda konnte den importierten Ausbruch erfolgreich eindämmen. Das Risiko innerhalb Ugandas ist derzeit deutlich gesunken. Aufgrund des weiterhin unkontrollierten Ausbruchs in der DR Kongo bleibt das Risiko neuer grenzüberschreitender Einschleppungen bestehen. Für Deutschland besteht derzeit kein erhöhtes Risiko für die Allgemeinbevölkerung. Unternehmen mit Mitarbeitenden in der Region sollten die Lage weiterhin aufmerksam verfolgen.
Empfehlungen
Reisende: Vor Reiseantritt eine reisemedizinische Beratung in Anspruch nehmen. Nicht notwendige Reisen in betroffene Gebiete der DR Kongo vermeiden. Kontakt mit Erkrankten oder deren Körperflüssigkeiten meiden und Hygienemaßnahmen konsequent einhalten.
Unternehmen: Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen. Dienstreisen in betroffene Regionen der DR Kongo sorgfältig abwägen, Mitarbeitende über Ebola-Risiken informieren und Notfall- sowie Evakuierungspläne aktuell halten.
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