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Die USA verzeichnen 2026 einen historischen Anstieg der Masernfälle. Bis zum 23.07.2026 wurden 2.318 laborbestätigte Erkrankungen in 45 Bundesstaaten bzw. Verwaltungsgebieten registriert, darunter 16 Fälle bei internationalen Reisenden. Damit wurde der gesamte Jahreswert von 2025 (2.289 Fälle) bereits vor Ende Juli überschritten. Insgesamt stehen 93 % der Fälle mit 35 Ausbrüchen in Zusammenhang. 151 Erkrankte (7 %) mussten hospitalisiert werden, Todesfälle wurden bislang nicht gemeldet. Besonders betroffen sind ungeimpfte oder unvollständig geimpfte Personen.

Erreger: Masernvirus (Morbillivirus).

Übertragung: Hochansteckende Tröpfchen- und Aerosolinfektion; das Virus kann mehrere Stunden in der Luft infektiös bleiben.

Symptome: Fieber, Husten, Schnupfen, Bindehautentzündung sowie der typische Hautausschlag.

Komplikationen: Mittelohr- und Lungenentzündungen, Enzephalitis sowie in seltenen Fällen tödliche Verläufe.

Therapie: Keine spezifische antivirale Behandlung; symptomatische Therapie. Schutz bietet die zweimalige MMR-Impfung.

Bewertung der Situation

Die USA erleben das zweite Jahr in Folge einen Rekordanstieg der Masernfälle. Besonders betroffen sind Regionen mit niedriger Impfquote und anhaltenden Ausbruchsgeschehen. Für Reisende in die USA besteht insbesondere bei fehlendem Impfschutz ein erhöhtes Infektionsrisiko. Für Deutschland besteht derzeit keine unmittelbare Gefahr, importierte Fälle sind jedoch möglich. Unternehmen mit entsandten Mitarbeitenden sollten den Impfstatus ihrer Beschäftigten überprüfen.

Empfehlungen

Reisende: Vor Reiseantritt eine reisemedizinische Beratung in Anspruch nehmen. Vor einer Reise den vollständigen MMR-Impfschutz sicherstellen, insbesondere bei Reisen in betroffene Bundesstaaten. Bei Symptomen nach der Rückkehr frühzeitig ärztliche Abklärung veranlassen.

Unternehmen: Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen. Impfstatus von Dienstreisenden kontrollieren und fehlende MMR-Impfungen vor Reisen nachholen. Mitarbeitende über die hohe Ansteckungsfähigkeit und Präventionsmaßnahmen informieren.

Quelle der Meldung

US CDC | CNN

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Dr. med Til Berger

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