Situationsbeschreibung
Die Provinz Kasai im Südkongo erlebt einen neuen, tödlichen Ebola-Ausbruch. Seit dem 4. September wurden 57 Fälle und 35 Todesfälle gemeldet, was einer Sterblichkeitsrate von über 61 % entspricht. Ebola ist eine durch das Ebola-Virus (ein Filovirus) verursachte schwere Hämorrhagie, die über direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen wird. Die Therapie besteht aus unterstützender Versorgung und spezifischen Medikamenten/Impfungen. Das einzige Behandlungszentrum im Epizentrum Bulape ist mit 119 % überlastet, und es mangelt kritisch an sauberem Wasser, Schutzausrüstung und Logistik für die Impfkampagne.
Bewertung der Situation
Die Gefahr für die einheimische Bevölkerung ist extrem hoch. Die mangelnde Finanzierung gefährdet die Eindämmung. Für Reisende besteht ein hohes Risiko bei Kontakt zur Bevölkerung in der betroffenen Region Kasai, zusätzlich stellt auch der Zusammenbruch der Gesundheitsversorgung ein Risiko für Reisende dar. Die Auswirkungen auf Deutschland oder international agierende Unternehmen sind derzeit indirekt, vor allem humanitär und logistisch (z. B. bei Operationen in Nachbarregionen).
Empfehlungen
Reisende sollten die betroffene Provinz Kasai meiden, strikte Hygienemaßnahmen befolgen und sich über die aktuelle Lage informieren. Unternehmen, die in der Region tätig sind, sollten die humanitären Hilfsmaßnahmen finanziell unterstützen, ihre Mitarbeiter vorbereiten, vor Ort mit angemessener Schutzausrüstung (PSA) versorgen und Evakuierungspläne bereitstellen.
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