Situationsbeschreibung
Kambodscha meldete am 15. Oktober 2025 den 16. menschlichen Fall der hochpathogenen aviären Influenza (HPAI) A(H5N1) im Jahr 2025, betroffen ist ein dreijähriges Mädchen aus der Provinz Kampong Speu. Der Erreger ist ein Vogelgrippe-Virus mit einer historisch hohen Sterblichkeitsrate beim Menschen. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit infiziertem Geflügel (Zoonose). Die Patientin entwickelte Symptome wie Fieber, Husten, Atemnot, Durchfall und Bauchschmerzen und wird intensivmedizinisch betreut. Komplikationen können schwere Lungenentzündungen sein. Die Therapiemöglichkeit umfasst die Gabe des antiviralen Mittels Oseltamivir (Tamiflu) und unterstützende Maßnahmen.
Bewertung der Situation
Die hohe Fallzahl (16 Fälle, 5 Todesfälle in 2025) signalisiert eine erhöhte virale Aktivität im Geflügel und ein Infektionsrisiko in ländlichen Regionen Kambodschas. Die Krankheit stellt eine erhebliche Bedrohung für die einheimische Bevölkerung, insbesondere für gefährdete Gruppen (wie Kleinkinder), dar. Eine schnelle Ausbreitung in Städten ist unwahrscheinlich, aber die Kontrolle in ländlichen Gebieten ist wegen begrenzter Ressourcen schwierig. Das Risiko für Reisende ist bei Meidung des Kontakts mit Geflügel gering; für Deutschland und Unternehmen mit Bezug zur Geflügelwirtschaft im Land besteht ein erhöhtes Risiko der Einschleppung über infizierte Tiere oder Produkte.
Empfehlungen
Reisende sollten Kontakt mit krankem oder totem Geflügel meiden, eine gute Hygiene pflegen und bei grippeähnlichen Symptomen umgehend ärztliche Hilfe suchen. Unternehmen, die in Kambodscha tätig sind oder Handel betreiben, sollten ihre Biosicherheitsmaßnahmen im Umgang mit Geflügel überprüfen.
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