In Vietnam wurden in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 acht Todesfälle durch Tollwut aus mehreren Provinzen gemeldet. Gleichzeitig traten in der Stadt Da Nang mehrere Ausbrüche bei Hunden und Katzen auf, bei denen sieben Menschen gebissen oder gekratzt wurden. Alle exponierten Personen erhielten eine Postexpositionsprophylaxe.
Erreger: Rabiesvirus (Lyssavirus)
Übertragung: Durch den Speichel infizierter Säugetiere, meist über Bisse oder Kratzverletzungen von Hunden oder Katzen.
Inkubationszeit: Meist mehrere Wochen bis Monate.
Symptome: Fieber, Schmerzen oder Kribbeln an der Bissstelle, Schluckstörungen, Unruhe, neurologische Symptome und Angstreaktionen bei Wasserkontakt.
Komplikationen: Nach Auftreten der Symptome 100% tödlicher Verlauf.
Therapie: Nach Symptombeginn keine wirksame Therapie; rechtzeitige Postexpositionsprophylaxe (Impfung und Immunglobuline) kann eine Erkrankung verhindern.
Bewertung der Situation
Für die einheimische Bevölkerung besteht ein erhöhtes Risiko durch unzureichend geimpfte Hunde und Katzen. Südostasien ist schon immer eine Region mit hohem Tollwutrisiko und regional oft schlechter Verfügbarkeit von Immunglobulin (RIG). Für Reisende besteht ein relevantes Risiko bei Tierkontakt. Vor allem Kinder haben ein hohes Risiko.
Empfehlungen
Reisende: Kontakt zu jeglichen Säugetieren vermeiden; nach Bissen, Wunden sofort gründlich reinigen (Wasser und Seife!) und medizinische Versorgung aufsuchen, Postexpositionsprophylaxe; Impfschutz prüfen.
Unternehmen: Mitarbeitende über Tollwutrisiken informieren, Betriebsärztliche Vorsorge, Zugang zu medizinischer Versorgung sicherstellen.
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