Im Norden des Sudan wurde ein deutlicher Anstieg von Dengue-Fieber gemeldet. Bis zum 07.03.2026 wurden über 600 Fälle und vier Todesfälle in der Region Northern State registriert, insbesondere in den Orten Merowe und Ed Debba sowie in Vertriebenenlagern. Landesweit wurden fast 7000 Fälle bestätigt.
Erreger: Denguevirus (Virus aus der Familie der Flaviviren).
Übertragung: Durch Stiche infizierter Stechmücken ( Aedes-Mücken).
Inkubationszeit: Meist 4–10 Tage.
Symptome beim Menschen: Fieber, starke Kopf- und Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Hautausschlag, Übelkeit.
Komplikationen: Schwere Verläufe mit Blutungen, Kreislaufversagen oder Dengue-Schocksyndrom möglich.
Therapie: Keine spezifische antivirale Therapie; Behandlung erfolgt symptomatisch mit Flüssigkeits- und Schmerztherapie.
Bewertung der Situation
Für die einheimische Bevölkerung besteht ein erhöhtes Risiko, besonders in dicht besiedelten Lagern mit schlechten sanitären Bedingungen. Für Reisende besteht ein moderates Risiko bei Aufenthalt in betroffenen Regionen. Für Deutschland besteht kein direktes Risiko, jedoch sind importierte Einzelfälle möglich. Unternehmen mit Mitarbeitenden vor Ort können durch Krankheitsfälle und eingeschränkte Gesundheitsversorgung betroffen sein.
Empfehlungen
Reisende: Konsequenter Mückenschutz durch Repellents, lange Kleidung und Moskitonetze; Aufenthalte in Risikogebieten möglichst begrenzen, Impfung gegen Dengue..
Unternehmen: Mitarbeitende über Dengue-Risiken informieren, betriebsärztliche Vorsorge sicherstellen. Schutzmaßnahmen gegen Mücken bereitstellen und medizinische Versorgung sicherstellen.
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