Situationsbeschreibung
Äthiopien meldete den ersten Ausbruch der Marburg-Virus-Krankheit (MVD) mit Fällen in Jinka (Region Süd-Omo, nahe Südsudan) und einem Fall in Hawassa (Sidama-Region). Bis zum 27. November 2025 wurden 12 bestätigte Fälle und sieben bestätigte Todesfälle verzeichnet. Die schnelle Ausbreitung (Fall über 300 km entfernt) und die hohe Sterblichkeitsrate (58,3 % der bestätigten Fälle) sind besorgniserregend.
Erkrankung: Marburg-Virus-Krankheit (MVD).
Erreger: Marburg-Virus (Filovirus).
Übertragung: Durch engen Kontakt mit Blut, Sekreten, Organen infizierter Tiere (z. B. Flughunde ) oder Menschen. Übertragung beginnt mit Einsetzen der Symptome.
Symptome: Plötzlich hohes Fieber, starke Kopf- und Muskelschmerzen. Später hämorrhagische Manifestationen (Blutungen), Erbrechen, Durchfall.
Komplikationen: Multiorganversagen, Schock, hoher Prozentsatz an Todesfällen.
Therapie: Keine zugelassene Impfung oder spezifische antivirale Therapie; die Behandlung ist rein supportiv (Unterstützung der lebenswichtigen Funktionen).
Bewertung der Situation
Das Risiko für die einheimische Bevölkerung ist aufgrund des schwachen Gesundheitssystems und der hohen Letalität sehr hoch. Der Fall in Hawassa und die Nähe zum Südsudan erhöhen das Risiko einer grenzüberschreitenden und unentdeckten Verbreitung. Für Reisende in die betroffenen Regionen ist das Risiko erhöht; Kontakt zu Tieren und deren Habitaten vermeiden. Deutschland ist nicht direkt betroffen, muss aber die Lage angesichts der regionalen Häufung von MVD-Fällen beobachten. Unternehmen müssen sicherstellen, dass qualifizierte Vorsorge für entsandtes Personal durchgeführt wird.
Empfehlungen
Reisende: Vermeiden Sie Höhlen, Minen und direkten Kontakt zu kranken Personen, toten Tieren und deren Körperflüssigkeiten. Bei Fieber sofort medizinische Hilfe suchen.
Unternehmen: Stellen Sie sicher, dass Mitarbeiter über die Risiken und die richtige Verwendung von PSA geschult sind und Notfallpläne für medizinische Evakuierungen bestehen.
Quelle der Meldung
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