Situationsbeschreibung
Am 15. Dezember 2025 erklärte der Tschad das offizielle Ende eines fünfmonatigen Cholera-Ausbruchs. Insgesamt wurden 2.979 Fälle und 167 Todesfälle (Letalität 5,6 %) registriert. Besonders betroffen waren Frauen und Kinder in Regionen mit hohem Flüchtlingsaufkommen aus dem Sudan.
Erkrankung: Akute Durchfallerkrankung durch das Bakterium Vibrio cholerae.
Übertragung: Fäkal-oral durch kontaminiertes Wasser oder Lebensmittel.
Symptome: Massiver wässriger Durchfall und Erbrechen.
Komplikationen: Schnelle Dehydrierung, Nierenversagen und Tod innerhalb weniger Stunden.
Therapie: Konsequente Rehydration (oral oder intravenös) sowie ggf. Antibiotika (z. B. Tetrazykline).
Bewertung der Situation
Das Risiko für die einheimische Bevölkerung und Geflüchtete war aufgrund prekärer Sanitärbedingungen extrem hoch. Für Reisende bestand nur in ländlichen Regionen ein Risiko. Auswirkungen auf Deutschland sind nicht vorhanden. Unternehmen in der humanitären Hilfe waren durch logistische Herausforderungen stark belastet. Trotz Ende des Ausbruchs bleibt das Risiko einer Re-Einführung durch Migrationsbewegungen bestehen.
Empfehlungen
Reisende: Weiterhin strikte Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene („Cook it, peel it or leave it“). Eine Schluckimpfung wird bei Reisen in Risikogebiete empfohlen.
Unternehmen: Aufrechterhaltung der Unterstützung von WASH-Programmen (Wasser, Sanitär, Hygiene) in Einsatzgebieten, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Quelle der Meldung
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