Burundi leidet seit Ende 2022 unter einer langanhaltenden Cholera-Epidemie. Im Jahr 2025 wurden über 2.000 Fälle und mindestens 21 Todesfälle gemeldet. Aktuell verschärft ein Ausbruch im Flüchtlingslager Rumonge mit 8 Toten und kritischen Hygienemängeln die Lage.

Erreger: Bakterium Vibrio cholerae.

Übertragung: Fäkal-oral durch verunreinigtes Wasser oder kontaminierte Lebensmittel.

Symptome: Plötzlicher, massiver wässriger Durchfall und Erbrechen.

Komplikationen: Rapide Dehydrierung, Nierenversagen; unbehandelt droht der Tod innerhalb weniger Stunden.

Therapie: Konsequente Rehydration (oral/intravenös) und Elektrolytersatz; bei schweren Fällen Antibiotika.

Bewertung der Situation

Die Lage für die einheimische Bevölkerung und Geflüchtete ist aufgrund mangelnder Sanitärinfrastruktur prekär. Für Reisende besteht bei strikter Hygiene ein geringes Risiko. Auswirkungen auf Deutschland sind nicht zu erwarten. Unternehmen in der Region müssen mit Ausfällen durch erkranktes Personal rechnen und sollten die Trinkwasserversorgung ihrer Standorte streng kontrollieren.

Empfehlungen

Reisende: Trinken Sie nur abgefülltes oder abgekochtes Wasser. Vermeiden Sie Eiswürfel und rohe Lebensmittel („Cook it, peel it or leave it“). Eine Schluckimpfung wird empfohlen.

Unternehmen: Bereitstellung von sicherem Trinkwasser und Desinfektionsmitteln. Schulung der Mitarbeiter zur Handhygiene und Unterstützung lokaler WASH-Maßnahmen.

Quelle der Meldung

MSN / LWACU / SOS Médias Burundi