Im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina kommt es während der aktuellen Hochsaison zu einem deutlichen Anstieg von Gastroenteritis-Fällen, die mit verunreinigten Badegewässern in Verbindung gebracht werden. Nach Angaben des Umweltinstituts IMA sind nur 169 von 260 überwachten Strandabschnitten (65 %) zum Baden geeignet. Besonders betroffen sind stark frequentierte Urlaubsorte wie Florianópolis, Balneário Camboriú, Bombas und Bombinhas. Ursache sind erhöhte Belastungen mit fäkalen Keimen (v. a. Escherichia coli), begünstigt durch starke Regenfälle, die Abwässer und Sedimente ins Meer spülen. Genaue Fallzahlen wurden nicht veröffentlicht, Gesundheitsbehörden berichten jedoch über eine spürbare Zunahme an Erkrankungen.
Erreger: Unterschiedliche Erreger der Gastroenteritis, v. a. Escherichia coli (Bakterium) und Noroviren.
Übertragung: Fäkal-orale Übertragung durch Kontakt mit kontaminiertem Meerwasser oder durch nicht-trinkbares Wasser und verunreinigte Lebensmittel.
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe, teils leichtes Fieber.
Komplikationen: Dehydrierung, insbesondere bei Kindern, älteren Menschen und Immungeschwächten.
Therapie: Symptomatisch (Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich); ggf. medizinische Behandlung bei schweren Verläufen.
Bewertung der Situation
Für die lokale Bevölkerung und insbesondere für Touristen besteht ein erhöhtes Erkrankungsrisiko. Reisende aus dem Ausland sind stark betroffen, da viele beliebte Strände eingeschränkt nutzbar sind. Auswirkungen auf Deutschland bestehen indirekt durch erkrankte Rückkehrer. Unternehmen im Tourismussektor müssen mit Reputationsschäden und Ausfällen rechnen.
Empfehlungen
Reisende: Badeverbote und aktuelle Wasserqualitätsberichte beachten, nach Regenfällen auf Baden verzichten, nur Trinkwasser verwenden.
Unternehmen: Entsandte aktiv informieren, Hygienemaßnahmen verstärken, Notfall- und Präventionskonzepte implementieren.
Quelle der Meldung
Instituto do Meio Ambiente de Santa Catarina (IMA) / Diario Huarpe / Nueva Rioja
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