Im Bombali-Distrikt der Northern Province in Sierra Leone wurde ein Ausbruch von kutanen Hautulzera bestätigt. Seit dem ersten Nachweis am 17.11.2025 wurden bis zum 24.12.2025 insgesamt 267 Verdachtsfälle gemeldet, davon 96 laborbestätigt. Betroffen sind vor allem Kinder im Alter von 5–15 Jahren. Todesfälle traten bislang nicht auf. Der Ausbruch erstreckt sich auf 27 Gemeinden und zeigt eine anhaltende lokale Übertragung.
Erreger: Haemophilus ducreyi, gramnegatives Bakterium.
Übertragung: Direkter Kontakt mit infizierten Hautläsionen oder kontaminierten Gegenständen.
Symptome: Schmerzhafte, langsam heilende Hautulzera (v. a. an Armen und Beinen), regionale Lymphknotenschwellung, leichte Allgemeinsymptome.
Komplikationen: Chronische Ulzera, sekundäre bakterielle Infektionen; keine schweren systemischen Verläufe berichtet.
Therapie: Antibiotikatherapie (v. a. Azithromycin), ergänzend lokale Wundversorgung und Hygienemaßnahmen.
Bewertung der Situation
Für die lokale Bevölkerung besteht eine relevante Krankheitslast, jedoch kein hohes Sterberisiko. Für Reisende ist das Risiko gering. Auswirkungen auf Deutschland sind nicht zu erwarten. Humanitäre Organisationen und lokal tätige Unternehmen müssen erhöhte Hygienerisiken berücksichtigen.
Empfehlungen
Reisende: Hautverletzungen vermeiden, konsequente Hygiene, bei Hautulzera ärztliche Abklärung.
Unternehmen: Hygieneschulungen, Schutzmaßnahmen für Mitarbeitende vor Ort, Unterstützung lokaler Präventionsmaßnahmen.
Quelle der Meldung
National Public Health Agency & Ministry of Health, Sierra Leone / Xinhua News Agency
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