Der nigerianische Bundesstaat Benue hat am 03.02.2026 einen Lassa-Fieber-Ausbruch erklärt. Bis zum 31.01.2026 wurden 56 Verdachtsfälle, 8 laborbestätigte Fälle und vier Todesfälle gemeldet, darunter eine wahrscheinliche, noch untersuchte Todesursache. Vier medizinische Fachkräfte (drei Pflegekräfte, ein Community Health Worker) sind infiziert.
Lassa-Fieber gehört zur Gruppe der hämorrhagischen Fieber. Die Erkrankung tritt in Nigeria saisonal auf. Im Vergleich zu den Vorjahren bewegen sich die Zahlen im erwartbaren Bereich. Lassa-Fieber wird durch ein Arenavirus verursacht. Hauptreservoir ist die Vielzitzenratte (Mastomys natalensis). Die Übertragung erfolgt über Kontakt mit kontaminierten Nagerexkrementen, verunreinigte Lebensmittel, Aerosole sowie sekundär von Mensch zu Mensch über Körperflüssigkeiten. Symptome reichen von unspezifischem Fieber, Kopf- und Halsschmerzen bis zu hämorrhagischen Verläufen, neurologischen Komplikationen und Multiorganversagen. Ribavirin ist wirksam, insbesondere bei früher intravenöser Gabe; unterstützende Therapie ist essenziell.

Bewertung der Situation

Für die lokale Bevölkerung besteht ein erhöhtes Risiko, insbesondere im Gesundheitssystem. Reisende haben bei engem Kontakt zu Erkrankten oder schlechter Hygiene ein gering bis moderates Risiko. Für Deutschland besteht kein direktes Risiko, importierte Einzelfälle sind jedoch möglich. Unternehmen mit Personal in der Region sind betroffen.

Empfehlungen

Reisende sollten strikte Hygiene einhalten, Kontakt zu Nagern vermeiden und bei Fieber sofort medizinische Hilfe suchen.
Unternehmen sollten Mitarbeitende sensibilisieren, betriebsärztliche Vorsorge sicherstellen, Schutzkonzepte, Notfallpläne und medizinische Rückholoptionen vorhalten.

Quelle der Meldung

Daily Post; Punch News; Business Day (03.02.2026); NigeriaCDC