In Lusaka (Sambia) wurde zirkulierendes impfstoffabgeleitetes Poliovirus Typ 2 (cVDPV2) in einer Abwasserprobe nachgewiesen. Klinische Fälle von Lähmungen wurden bislang nicht gemeldet.
Erreger: Poliovirus Typ 2 (Impfstoff-abgeleitete Virusvariante).
Übertragung: Fäkal-oral, z. B. über kontaminiertes Wasser, Lebensmittel oder Schmierinfektionen.
Inkubationszeit: Meist 7–21 Tage.
Symptome: Häufig symptomlos oder grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen.
Komplikationen: In seltenen Fällen schlaffe Lähmungen, bleibende Behinderungen oder Atemlähmung.
Therapie: Keine spezifische antivirale Therapie; Behandlung erfolgt symptomatisch. Schutz durch Impfung. Impfkampagnen für Kinder unter fünf Jahren sind geplant.
Bewertung der Situation
Für die einheimische Bevölkerung besteht ein erhöhtes Risiko in Gebieten mit unzureichender Hygiene und niedriger Impfquote, insbesondere für ungeimpfte Kinder. Für Reisende ist das Risiko gering, sofern ein Impfschutz besteht. Für Deutschland besteht nur ein sehr geringes Risiko durch importierte Einzelfälle. Unternehmen mit Mitarbeitenden vor Ort können durch Krankheitsfälle und Präventionsmaßnahmen betroffen sein.
Empfehlungen
Reisende: Polio-Impfschutz überprüfen und ggf. auffrischen, auf gute Handhygiene achten und nur sauberes Trinkwasser verwenden.
Unternehmen: Arbeitsmedizinische Vorsorge für Entsandte und deren Familien sicherstellen, Hygienemaßnahmen sicherstellen und Mitarbeitende über Risiken und Prävention informieren.
Quelle der Meldung
Ministry of Health Zambia / Zambia National Public Health Institute / Xinhua / Channel Africa
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