In Da Nang wurden zwei weitere Verdachtsfälle von lebensmittelbedingtem Botulismus gemeldet. Insgesamt wurden im März 2026 fünf Fälle registriert, die alle mit dem Verzehr von fermentiertem Fisch in Verbindung stehen. Die neuen Fälle traten am 18. und 20.03.2026 auf und sind epidemiologisch mit drei zuvor betroffenen Kindern verknüpft. Behörden haben Untersuchungen, Rückverfolgung der Lebensmittelquelle und Labortests eingeleitet.
Erreger: Clostridium botulinum (Bakterium, bildet Nervengift).
Übertragung: Aufnahme von vorgebildetem Botulinumtoxin in kontaminierten Lebensmitteln, insbesondere bei unsachgemäß fermentierten Produkten.
Inkubationszeit: Meist 12–36 Stunden.
Symptome beim Menschen: Sehstörungen, Schluckbeschwerden, Muskelschwäche, Lähmungen.
Komplikationen: Atemlähmung mit Beatmungspflicht, potenziell lebensbedrohlich.
Therapie: Schnelle Gabe von Antitoxin und intensivmedizinische Versorgung.
Bewertung der Situation
Für die lokale Bevölkerung besteht ein erhöhtes Risiko durch traditionelle Lebensmittelzubereitung. Für Reisende ist das Risiko gering, sofern auf sichere Lebensmittel geachtet wird. Für Deutschland besteht kein Risiko. Unternehmen mit entsandten Mitarbeitenden sollten auf Lebensmittelhygiene achten. Das Toxin ist Hitzeresistent, d.h. selbst wenn Speisen „durcherhitzt“ sind, schützt die s nicht vor der Vergiftung.
Empfehlungen
Reisende: Keine selbst hergestellten oder unsachgemäß gelagerten fermentierten Lebensmittel konsumieren.
Unternehmen: Mitarbeitende sensibilisieren und sichere Verpflegung gewährleisten.
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