Im Northern Territory (Australien) wurden vier Fälle respiratorischer Diphtherie (3 in Darwin, 1 in Alice Springs) innerhalb einer Woche bestätigt, woraufhin ein Ausbruch ausgerufen wurde – der erste seit 26 Jahren. Zusätzlich wurden seit 2025 insgesamt 33 Fälle kutaner Diphtherie gemeldet. Diphtherie wird durch toxinbildende Corynebacterium diphtheriae verursacht.
Erreger: Corynebacterium diphtheriae (bakteriell, toxinbildend)
Übertragung: Tröpfcheninfektion (respiratorisch), Kontakt mit Hautläsionen
Inkubationszeit: 2–5 Tage
Symptome: Halsschmerzen, Fieber, Pseudomembranen im Rachen; bei kutaner Form chronische Hautulzera
Komplikationen: Atemwegsverlegung, Myokarditis, Neuropathien, Tod
Therapie: Antibiotika (z. B. Azithromycin) und Diphtherie-Antitoxin
Bewertung der Situation
Die Häufung respiratorischer Fälle in kurzer Zeit ist ungewöhnlich und weist auf lokale Immunitätslücken hin. Die gleichzeitige Zunahme kutaner Fälle könnte die Übertragung begünstigen. Für die Allgemeinbevölkerung besteht ein geringes Risiko bei ausreichendem Impfschutz. Für Reisende ist das Risiko niedrig, aber bei fehlender Impfung relevant.
Empfehlungen
Reisende: Impfschutz gegen Diphtherie überprüfen und ggf. auffrischen.
Unternehmen: Impfstatus von Mitarbeitenden prüfen, insbesondere bei Reisen oder Einsätzen in betroffene Regionen.
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