In der Region Kampanien (Italien) wurden seit Jahresbeginn 133 Fälle von Hepatitis A gemeldet. Der Ausbruch steht im Zusammenhang mit dem Verzehr kontaminierter Muscheln (bivalve Mollusken). Im Cotugno Hospital in Neapel werden aktuell 54 Patient:innen stationär behandelt. Behörden haben verstärkte Kontrollen entlang der Lebensmittelkette sowie Impfmaßnahmen eingeleitet.
Erreger: Hepatitis-A-Virus (RNA-Virus).
Übertragung: Fäkal-oral, v. a. durch kontaminierte Lebensmittel (hier: Muscheln) oder Wasser.
Inkubationszeit: 15–50 Tage.
Symptome: Fieber, Übelkeit, Bauchschmerzen, Gelbsucht, dunkler Urin.
Komplikationen: Schwere Leberentzündung, selten Leberversagen.
Therapie: Symptomatische Behandlung; Impfung zur Prävention verfügbar.
Bewertung der Situation
Für die lokale Bevölkerung besteht ein erhöhtes Risiko durch kontaminierte Lebensmittel. Für Reisende ist das Risiko moderat bei Verzehr von rohen oder unzureichend gegarten Meeresfrüchten. Für Deutschland besteht kein direktes Risiko. Unternehmen der Lebensmittelbranche und Gastronomie können betroffen sein.
Empfehlungen
Reisende: Keine rohen/ungenügend gegarten Muscheln verzehren, auf Hygiene achten, Impfschutz prüfen.
Unternehmen: Lebensmittelkontrollen verstärken, Lieferketten prüfen und Mitarbeitende sensibilisieren.
Quelle der Meldung
Campania Regional Government / ANSA / Campagnia Regional Government
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