Im Bundesstaat Benue State wurden seit 03.02.2026 insgesamt 45 bestätigte Lassa-Fieber-Fälle mit 10 Todesfällen (Letalität 22 %) gemeldet. Zwölf Infektionen betrafen medizinisches Personal, was auf nosokomiale Übertragung hinweist. Erreger ist ein Arenavirus. Hauptreservoir ist die Ratte Mastomys natalensis (Vielzitzenmaus); Übertragung erfolgt durch Kontakt mit kontaminierten Exkrementen oder durch direkten Kontakt mit Blut und Körperflüssigkeiten Infizierter. Inkubationszeit: 2–21 Tage. Symptome: Fieber, Schwäche, Kopfschmerz, ggf. hämorrhagische Manifestationen bis Organversagen. Therapie: frühzeitige Gabe von Ribavirin plus supportive Maßnahmen.
Bewertung der Situation
Erhöhtes Risiko für die lokale Bevölkerung durch saisonale Zunahme (Trockenzeit) und Defizite in der Infektionskontrolle. Für Reisende besteht bei engem Kontakt zu Erkrankten oder medizinischen Einrichtungen ein relevantes Expositionsrisiko. Für Deutschland geringes Importrisiko, jedoch mögliche Einzelfälle bei Reiserückkehrern. Unternehmen mit Personal in Westafrika sind potenziell betroffen (Arbeitsfähigkeit, Evakuierung, Fürsorgepflicht).
Empfehlungen
Reisende: Kontakt zu Nagern vermeiden, Lebensmittel geschützt lagern, Hygieneregeln strikt einhalten, medizinische Einrichtungen nur bei Bedarf aufsuchen.
Unternehmen: Reiserisikobewertung aktualisieren, Mitarbeitende schulen, Notfall- und Evakuierungspläne prüfen, Zugang zu qualifizierter medizinischer Versorgung sicherstellen.
Quelle
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