In Peru wurden bis zum 20.03.2026 insgesamt 1.045 Leptospirose-Fälle und fünf Todesfälle gemeldet. Die Erkrankungen treten landesweit auf, besonders in Amazonasregionen. Ein epidemiologischer Alarm wurde aufgrund starker Regenfälle und Überschwemmungen ausgerufen.
Erreger: Leptospira spp. (Bakterien).
Übertragung: Kontakt mit kontaminiertem Wasser oder Boden (z. B. durch Tierurin, v. a. Nagetiere), Eintritt über Hautverletzungen oder Schleimhäute.
Inkubationszeit: 2–30 Tage.
Symptome: Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Übelkeit.
Komplikationen: Schwere Verläufe mit Organversagen (Leber, Niere), Blutungen.
Therapie: Antibiotika (z. B. Doxycyclin, Penicillin) und supportive Behandlung.
Bewertung der Situation
Für die lokale Bevölkerung besteht ein erhöhtes Risiko, insbesondere in Überschwemmungsgebieten. Für Reisende ist das Risiko moderat bei Kontakt mit Süßwasser oder schlechten hygienischen Bedingungen. Für Deutschland besteht kein direktes Risiko. Unternehmen mit Tätigkeiten vor Ort (z. B. Bau, Landwirtschaft) könnten betroffen sein.
Empfehlungen
Reisende: Kontakt mit potenziell kontaminiertem Wasser vermeiden, Schutzkleidung tragen, Wunden abdecken, Hygieneregeln beachten.
Unternehmen: Arbeitsschutzmaßnahmen verstärken, Aufklärung zu Infektionsrisiken durchführen und Zugang zu medizinischer Versorgung sicherstellen.
Quelle der Meldung
Peruanisches Gesundheitsministerium / Radio Nacional / Gestion
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