In der Republik Zypern breitet sich die Maul- und Klauenseuche (MKS) vom Serotyp SAT1 weiter aus. Seit dem 19.02.2026 wurden 521 Fälle in 42 Ausbrüchen registriert, vor allem in den Distrikten Larnaca District und Nicosia District. Betroffen sind über 27.000 Tiere (v. a. Rinder, Schafe, Ziegen). Trotz umfangreicher Maßnahmen (Keulung von ca. 15.900 Tieren, Quarantäne, Impfkampagnen, Bewegungsbeschränkungen) werden weiterhin neue Fälle gemeldet.
Erreger: Maul- und Klauenseuche-Virus (FMDV, hochansteckendes Virus).
Übertragung: Direkter Kontakt zwischen Tieren, kontaminierte Materialien, Luftübertragung über kurze Distanzen.
Inkubationszeit: 2–14 Tage.
Symptome bei Tieren: Fieber, Bläschen an Maul, Klauen und Euter, Lahmheit, Leistungseinbruch.
Komplikationen: Hohe wirtschaftliche Verluste, selten Todesfälle bei Jungtieren.
Therapie: Keine spezifische Behandlung; Bekämpfung durch Keulung und Impfung.
Bewertung der Situation
Für die Bevölkerung besteht kein direktes Gesundheitsrisiko. Für Reisende ist das Risiko sehr gering. Für Deutschland besteht derzeit kein unmittelbares Risiko, jedoch ein erhöhtes Eintragsrisiko über Tier- oder Warenverkehr. Unternehmen der Landwirtschaft und Lebensmittelbranche sind potenziell wirtschaftlich betroffen.
Empfehlungen
Reisende: Kontakt mit Nutztieren vermeiden und keine tierischen Produkte aus betroffenen Regionen mitführen.
Unternehmen: Biosicherheitsmaßnahmen verstärken, Tiertransporte kontrollieren und Mitarbeitende sensibilisieren. Keine Mitnahme von tierischen Produkten bei Rückreise, dies kann einen Verstoß gegen Seuchenschutzvorschriften darstellen!
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