Sri Lanka meldete bis zum 18.05.2026 insgesamt 29.589 Dengue-Fälle und 15 Todesfälle. Betroffen sind alle 25 Distrikte des Landes, wobei die höchste Fallzahl in der Western Province mit der Hauptstadt Colombo registriert wurde. Weitere stark betroffene Regionen sind die Provinzen Southern und Sabaragamuwa.
Die Gesundheitsbehörden stuften 39 Gesundheitsbezirke als Hochrisikogebiete ein. Übertragungen treten besonders in Schulen, Behörden, Arbeitsstätten und religiösen Einrichtungen auf. Mit Beginn der Monsunzeit wird ein weiterer Anstieg der Fallzahlen erwartet.
Erreger: Dengue-Virus (DENV-1 bis DENV-4).
Übertragung: Durch Stiche infizierter Aedes-Mücken (v. a. tagaktive Mücken).
Inkubationszeit: Meist 4–10 Tage nach dem Mückenstich.
Symptome: Hohes Fieber, starke Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Hautausschlag, Übelkeit und Müdigkeit.
Komplikationen: Schwere Verläufe mit Dengue-hämorrhagischem Fieber oder Dengue-Schock-Syndrom möglich; erhöhtes Risiko insbesondere bei Zweitinfektionen mit einem anderen Serotyp.
Therapie: Keine spezifische antivirale Therapie; Behandlung erfolgt symptomatisch und unterstützend, insbesondere Flüssigkeitsmanagement und Überwachung schwerer Verläufe.
Bewertung der Situation
Für die Bevölkerung vor Ort besteht ein erhöhtes Risiko durch die landesweite Verbreitung der übertragenden Mücken und die bevorstehende Monsunzeit. Besonders urbane Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte weisen eine erhöhte Übertragungswahrscheinlichkeit auf.
Für Reisende besteht ein moderates bis erhöhtes Risiko, insbesondere ohne konsequenten Mückenschutz. Unternehmen mit Mitarbeitenden vor Ort müssen mit krankheitsbedingten Ausfällen rechnen. Eine weitere Zunahme der Fälle in den kommenden Wochen gilt als wahrscheinlich.
Empfehlungen
Reisende: Konsequenter Mückenschutz durch Repellents, lange Kleidung, klimatisierte Räume oder Moskitonetze; stehendes Wasser meiden und Aufenthalte in Hochrisikogebieten möglichst reduzieren.
Unternehmen: Mitarbeitende über Dengue-Risiken informieren, wirksamen Mückenschutz bereitstellen und medizinische Versorgung bzw. schnelle Diagnostik sicherstellen.
Quelle der Meldung
Sri Lanka National Dengue Control Unit / The Morning / Newswire
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